25.4.2015
Heute lassen wir uns um 7:00 vom Handy wecken, damit wir um 8:00 losfahren können, denn wir müssen einmal ganz nach unten nach Esporles fahren: ein Stück weiter in Sa Granja können wir parken und uns zur Wanderung aufmachen. Wie bisher jedesmal ist auch dieser Wanderweg hervorragend ausgeschildert: mit Holzschildern und fortführend mit hölzernen Richtungspflöcken oder angemalten Punkten auf Steinen.
Diese Wanderung heute gehört zum GR 221, der Fernwanderweg hier auf Mallorca. Der gesamte Fernwanderweg führt einmal vom Südwesten in Port d'Andratx bis Pollenca im Nordosten auf 150 km Länge durch den ganzen Gebirgszug der Serra de Tramuntana. Für uns heute nur ein kleines Stück des Weges!
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| "alter Postweg" |
Früher war dies der Weg für die Postkutsche nach Banyalbufar, heute kommt uns kein Postbote entgegen. Und wir begegnen auch nur einer Handvoll anderer Wanderer. Dafür können wir uns auf diesem Weg, bis auf einige sehr steinige, geröllige Abschnitte, voll auf die Natur konzentrieren. Wir sehen Steineichen, viele blühende Blumen und einen Strauch, von dem ich erst denke, es ist der Erdbeerbaum:
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| Mastixstrauch |
Marlies besitzt in ihrer Ferienwohnung ein Buch über alle mallorquinische Pflanzen und Bäume: und dort habe wir diesen Strauch gefunden. Das getrocknete Harz aus der Baumrinde des Mastixstrauchs wird für medizinische Produkte, für Kosmetika und für Lacke genutzt.
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| Erdbeerbaum |
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| Früchte des Erdbeerbaum |
Von dem Erdbeerbaum hatte ich schon in Deutschland in meinem Wanderbuch gelesen und konnte mir nicht viel darunter vorstellen, war aber schon gespannt, ob wir den finden! Von den Früchten kann man Marmelade machen, in Portugal wird daraus ein klarer Schnaps hergestellt namens Medronho.
Manchmal begegnet man auch einem "Raubtier", aber wir konnten ihm geschickt aus dem Weg gehen!
Kurz vor Banyalbufar gehen wir auf einer gepflasterten Strasse steil bergab bis in den Ort hinein. Banyalbufar liegt am Meer und die sehr gepflegte Terrassenlandschaft geht bis auf die Araberzeit vor ca. 1000 Jahren zurück.
Wir gehen an Zitronen-, Orangen-, Feigen-und Kumquatsbäumen vorbei.
Überall wird Wein angebaut.
Direkt am steilen Pflasterweg beginnt der Ort und wir gehen direkt an den Häusern vorbei, bis wir unten an der Kirche im Ortskern rauskommen.
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| Hauptstrasse durch Banyalbufar |
Die enge Hauptstrasse führt durch den kleinen Ort durch und ist natürlich bevölkert von den Radfahrern!
Nach einer kleinen Stärkungspause machen wir uns wieder auf den Weg, wir wollen gleich im Anschluss den Cami de sa Volta des General zur Port des Canonge gehen, ein verträumter Minihafen.
Leider müssen wir ca. 200 m direkt auf der Strasse gehen, um den Anfang des Weges zu erreichen. Find ich sehr gefährlich, da die Serpentinenstrasse recht eng ist, die Radfahrer die Strasse in einem Wahnsinnstempo befahren und zusätzlich die Autofahrer Platz wegnehmen. Der Seitenstreifen hat grad mal Platz für eine schlanke Person!
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| Blick aufs Meer |
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| Banyalbufar |
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| Banyalbufar |
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| Der Generalsweg |
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Der Wanderweg ist gut zu gehen, auch wenn es mal etwas bergauf geht. Links hat man meistens einen grandiosen Blick durch die Bäume aufs Meer.
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| glasklares Meer |
Hier führt der Weg am Puig de ses Planes entlang, mit überhängenden Felsen!
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| Punta de s'Aguila |
Sehr hübsch sind die weißen Kalkfelsen der Punta de s'Aguila.
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| Kalkfelsen |
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| Port des Canonge |
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| Aussicht aufs Meer |
Der kleine Minihafen hat einen Kieselstrand, das Wasser ist sehr sauber, aber noch kalt. Ich zieh meine Wanderschuhe aus und kühle mir die Füsse. Ich hab im Rucksack zum Glück mein Rotel-Handtuch dabei!
Zurück in Banyalbufar trinken wir auf einer wunderschönen Terrasse mit Blick aufs Meer noch einen Cappuccino und fahren dann mit dem Bus zurück zum Parkplatz. Gegen 19:00 Uhr sind wir wieder bei Marlies und Dagmar und freuen uns auf das Glas Rotwein!