Sonntag, 26. November 2017

Anna Maria Island in Blau!

25.11.2017, Samstag

Ich bin wieder früh wach, aber ausgeschlafen . Dafür kann ich pünktlich zum Frühstück, das schon wieder so üppig ausgefallen ist: Bagel, Rührei, Omelette mit Käse gefüllt, Canadian Bacon und natürlich Coffee. Danach mache ich mich fertig für meinen heutigen Ausflug. Draussen scheint die Sonne und wir haben blauen Himmel. Das heisst, ordentlich Sonnencreme auftragen. Denn mein Weg führt mich heute nochmal nach Anna Maria Island, schließlich mein Hauptziel hier in Bradenton.
Ich entschliesse mich für einen entspannten und zwanglosen Tag, deshalb bleiben das Tablet und die Nikon zuhause! Ich will zum laufen heute nicht soviel im Rucksack mitschleppen.
Als ich über die Cortez Bridge Richtung Bradenton Beach fahre, entschliesse ich mich spontan, einen Fotostop einzulegen. Ich finde direkt neben der Brücke einen öffentlichen Parkplatz, den ich erreiche, indem ich dreimal links fahre und schon stiefel ich los. Ich hab eine dünne Jacke an, es ist ja noch früh, aber ehrlich, da schwitz ich schon.

Je weiter ich auf die Brücke laufe, umso begeisterter bin ich! Die Gegend hier ist wunderschön und ich freue mich, dass ich ausgestiegen bin. Die Cortez Bridge ist eine bewegliche, wenn Schiffe kommen, öffnet sie sich.







 Einmal drüben angekommen, gehe ich auf der anderen Seite zurück. Und auch von dort gibt es traumhafte Aussichten. In der Mitte der Brücke kommt der Brückenwärter aus seinem Gebäude, winkt mir freundlich zu und fragt mich, ob ich some good shots bekommen habe. Ich gehe weiter, geniesse die Aussicht und bin auf einmal ganz ergriffen, dass ich so etwas Schönes grad erleben darf!!!
Schwitzend fahre ich weiter, denn es wird immer wärmer. Aber wozu gibts denn die Aircondition?
Auf halbem Weg muss ich nochmal anhalten und mir eine Kopfbedeckung kaufen. Ich hab Angst, dass ich am Strand sonst einen Sonnenstich bekomme. Und beim Island Trader in Holmes Beach hab ich was geeignetes gefunden.
Nun ist es nicht mehr weit und ich parke wieder am Bayfront Park.
Barfuß mache ich mich in Ruhe auf den Weg, ich will heute noch weiter gehen als gestern. Heute wirkt alles so anders bei diesem blauen Himmel. Ich habe das Gefühl,  ich bin im Paradies. Ich weiss, es gibt soooo viele traumhafte Orte auf der Welt, aber ich bin grad hier und es ist so schön.






Ich laufe entspannt durch den wunderbar weissen und weichen Sand, meine Füsse freuen sich auch! Und natürlich mache ich heute wieder Fotos, bei dem tollen Licht. Aber eben nur mit der kleinen Kamera und dem Handy. Als ich die Inselspitze fast umrundet habe, und ganz begeistert übers Wasser blicke, fragt mich ein freundlicher Herr, ob er ein Foto von mir machen soll. Ich bin begeistert! Das ist sicher ein Einwohner von hier oder er kommt öfter hier her, denn er macht den Vorschlag, mich vor the lovely landscape zu fotografieren. Er meint die Skyway Bridge in der Ferne. Gesagt,  getan.
Ich habe bald die Spitze umrundet und laufe einfach noch weiter, weil ich mich hier so wohl fühle. 








Irgendwann mache ich Rast, setze mich vor einer kleinen Düne in den Sand und esse meinen mitgebrachten Apfel. Und beobachte die anderen Menschen, die hier lang gehen oder sogar schwimmen gehen. So kalt ist das Wasser auch nicht. Mein Blick folgt den Pelikanen, die es hier in grosser Anzahl gibt und den Fischreihern, die immer am Wasser lang stelzen und drauf warten, dass sich im Wasser ein Fisch zeigt.Die Sonne brennt ganz schön, jetzt in der Mittagszeit,  ich mache mich dann mal auf den Rückweg.






 Meine Mittagspause verbringe ich wieder im Bayfront Park, auf einer Bank am Wasser. Danach gehe ich noch ein kleines Stück Richtung Ort und komme am leider geschlossenen Pier vorbei.




Irgendwann muss ich mich hier losreissen und mich auf den Rückweg machen. Schweren Herzens steige ich ins Auto und fahre zurück. Und bin ein bisschen bedrückt. Aber ich habe die drei Tage hier in Bradenton voll ausgenutzt. Was will ich mehr. Mein Traum ist in Erfüllung gegangen, den ich seit ca. 4 Jahren habe.
Auf dem Weg zurück lese ich was von einem Naturpark, da biege ich doch mal eben ab und will gucken, was das ist. Es ist ein kleiner Botanical Park, der Neal Preserve im Manatee County.

 Da geh ich doch mal eben gucken, was der zu bieten hat. Es ist ein sehr kleiner Naturpark,  der in Florida seit langem beheimatete Pflanzen und Bäume zeigt, die hier wachsen. Zum Beispiel das Upland Cotton oder der Gumbo Limbo Baum. Der Trail auf Holzstegen ist aber nicht so weit, in der Mitte gibt es noch einen kleinen Aussichtsturm, von dem man über die nahegelegene Bucht sehen kann.









Nach diesem Besuch beschliesse ich den Tag, kaufe nur noch Wasser und Salat zum Essen, denn jetzt bin ich inzwischen ziemlich kaputt.

Samstag, 25. November 2017

Anna Maria Island

24.11.2017, Freitag

Was für ein Tag! Erst einmal habe ich gut geschlafen, war früh im Bett und um 5:00 wieder wach, aber ausgeschlafen. Draussen regnet es, hoffentlich bleibt das nicht so! Zum Frühstück hab ich mich erstmal gemästet, 1 Cinnamonbagel, Rührei und dann noch einen Blueberry Muffin! Und der Kaffe ist auch gut hier, kann man sich 24 h lang holen, der steht immer frisch bereit.
Da es immer noch stark nieselt, fahre ich erstmal zum Publix. Es ist ja nicht so, dass ich viel brauche. Eigentlich nur Wasser, aber man muss ja mal eben gucken, was es alles so gibt hier!



Wieder im BW angekommen, nieselt es noch immer, aber die Vorhersage meint, es wird besser. Dann mach ich mal das, wofür ich hierher wollte: ich mache mich auf den Weg nach Anna Maria Island. Auf dem Weg dorthin hörte der Regen allmählich auf. Ich war dann auch bald an der Inselspitze, aber Public Parking hab ich irgendwie nicht gefunden. Da muss man ber einfach nur nett fragen und schon bekommt man eine sehr hilfreiche Antwort. So sind sie, die Amerikaner! Ich musste nur noch um eine Kurve und schon sah ich viele freie Parkplätze auf mich zukommen. Alle direkt am Anna Maria Bayfront Park. Der Park ist sehr schön gemacht, mehrere überdachte Picknick-und Grillplätze, Spielgeräte für die Kinder und natürlich Restrooms. Aber ich gehe erstmal zum Strand.


















Ich gehe diesen Strandabschnitt bis zum nächsten Pier, das Rod Reel Pier. Hier sind sehr viele Leute zum fischen, auch Kinder, die ihre Fische hier vermessen lassen. Ein Wettbewerb?
Von hier aus gehe ich noch weiter zur Inselspitze um sie zu umwandern. Aber wie es immer so ist: da denkt man, ist ja nicht so weit, und dann läuft man ewig! Auf alle Fälle bin ich nicht umgekehrt, ehe ich nicht die andere Seite erreicht habe. Und ich bin begeistert, der Strand ist wahnsinnig breit hier, mit richtig weissem Sand, gegenüber vom Meer sind ein paar Dünen und dahinter Ferienhäuser oder auch Häuser der Einheimischen. Ich finde es wunderschön hier und möchte eigentlich nicht wieder Weg. Ich beschliesse trotzdem zurück zu gehen, da das Wetter sich wieder verschlechtert. Wenn morgen die Sonne wieder scheint, komme ich wieder! Bevor ich fahre, mache ich im Bayfront Park noch Mittagspause, mein Blick geht dabei weit übers Meer und ich kann weit dahinten die Skyway Bridge sehen.








Auch wenn es jetzt wieder stärker nieselt, beschliesse ich während des Rückwegs, statt nach Haus, nochmal südlicher zu fahren. Als erstes halte ich am Bradenton Beach, finde aber keinen Parkplatz. Ich versuche aus einer kleinen Strasse, an der die Oyster Bar , ein Restaurant, liegt, rückwärts wieder rauszufahren, da spricht mich ein Trolley/Golfcartfahrer an, ob er mir einen freien Parkplatz zeigen soll. Ich bräuchte nur hinter ihm herfahren. Gesagt, getan. Er wollte mich mit seinem Golfcart dann noch zur Oyster Bar bringen ( ein Service der Gemeinde von Bradenton), aber ich wollte lieber zu Fuss gehen und dabei in Ruhe die schönen Häuser ansehen.

Historic Bridge Street    
In der Historic Bridge Street gibt es viele kleine Geschäfte und Bars. Und hier ist es voll, viele Menschen laufen hier herum. Ich gucke in dem kleinen Hafen von einer Brücke mit einem süssen Uhrenturm noch entspannt aufs Wasser und gehe dann die Strasse zurück. Dabei entdecke ich noch einen wunderschönen Weihnachtsbaum.


Über die Hauptstrasse rüber ist noch ein Strandzugang, so dass ich noch eben den Bradenton Beach angucken gehe. Und während ich den Strand so lang laufe, denke ich: mein Gott, der erste Strand war schon so schön. Und hier ist es genauso toll. Ich bin begeistert. Kurz vor dem nächsten, sehr einfachen Steinpier, wird am Strand im Sand eine Lokation für eine Strandhochzeit aufgebaut. Wie romantisch!





Nach diesem weiteren Highlight fahre ich noch ein bisschen Richtung Süden, da liegt auf der rechten Seite ein grosser langer Pinienpark, mit Parkplätzen. Es ist der Park hinter dem Coquina Beach. Viele Picknickplätze, Parkplätze kostenlos, Restrooms. Und eine ganze Menge Squirrels. Ein weiterer Gang auf den Strand. Ein weiteres Mal bin ich begeistert!











Ganz am Ende des Parks sieht man gegenüber des dort liegenden Strandabschnittes kleine Inseln, es führt eine Brücke übers Wasser und in der Ferne kann man Skyscraper sehen.
Und die kleinen amerikanischen Eichhörnchen kamen immer flugs angerannt, wenn ich in meinem Rucksack gekramt habe. Die bekamen aber nix von mir. Der Pinienwald gibt bestimmt genug Futter her!



Oh man, war das ein schöner Tag!
Auf dem Rückweg musste ich beim goldenen M halten, ich war ganz ausgehungert.
Am Ende gab es noch einen schönen Sunset, mit rosafarbenen Himmel. Hab ich aber nur aus dem Motelzimmer gesehen.