Samstag, 13. Februar 2016

Savannah

18.11.2015, Mittwoch




 Auf dem Weg zum Frühstück im gemütlichen BW kommen wir an diesem urigen Überbleibsel aus längst vergangener Zeit vorbei. Ich konnte mich gerade noch zurück halten, damit nach Good Old Germany zu telefonieren! 



Die Eingangshalle scheint aus den 60ern zu sein, ist aber sehr gemütlich und hat viel Charme.
Wir toben uns am Frühstücksbuffet aus, das überschaubar ist, aber sehr gut und ich bin satt und zufrieden. Nach der Zahnpflege im Zimmer, Gepäck holen und auschecken, geht's mit dem Jeep auf die Interstate 95.

 Bine ist ja noch häufiger in den USA gewesen als ich. Und sie scheint bekannt zu sein wie ein bunter Hund. Bei Camden geht diese Ausfahrt zu einem kleinen Ort, der nach Bine benannt ist?!?


Die Fahrt nach Savannah ist super entspannt, auf der Interstate ist wenig Verkehr, im Radio dudelt Musik und wir beide sind gut drauf und lachen viel.



 In Savannah richten wir uns nach den Schildern zum Visitor Center, dort wollen wir parken. Auf dem Parkplatz angekommen, sehen wir viele Trolley Busse, mit denen man eine Stadtrundfahrt machen kann. Wir buchen die Tour durchs historische Viertel mit ursprünglichen Südstaatenhäusern.
Der Wagen für die Ghost Tour sieht ja auch vielversprechend aus, aber die geht erst im dunkeln los!



Die Parkplatzgebühren bleiben uns heute anscheinend erspart, wenn man eine Trolley Tour bucht, ist der Parkplatz inbegriffen. Super!
 Die Trolley Tour funktioniert wie jede Hop-On-Hop-Off Stadtrundfahrt: man kann an den Haltestellen aussteigen, wenn man will, und an jeder Haltestelle mit dem Trolley Zeichen wieder einsteigen. Das Fahrkartenerkennungszeichen klebt man sich als Button ans T-Shirt. Während der Fahrt bekommen wir ohne Pause, ohne Punkt und Komma (holt die Dame am Steuer eigentlich auch mal Luft???) Informationen über die alten Häuser, deren Besitzer....

                            und welche Filme mit welchen Filmstars hier schon
                            gedreht wurden. Ein Film mit Marilyn war mit
                            Sicherheit auch dabei, sonst stände ja nicht diese
                            Skulptur in der Fußgängerzone am City Market.
















Auch ein Filmstar???
Der Chippewa Square ist einer von vielen kleinen grünen Parks in den Häuservierteln. Hier wurden die Szenen aus Forrest Gump gedreht, wo Forrest auf der Bank sitzt und aus seinem Leben erzählt. Wir haben lange nach der Bank gesucht, aber sie steht nicht mehr da. Es gibt auch kein Hinweisschild.




Es gibt 16 Haltestellen für den Trolley-Bus, und wir suchen uns die interessantesten Haltestellenpunkte aus. Wir haben unseren Plan in der Hand, um alles sehenswerte zu finden. Dabei gehen wir zeitweise auch mehrere Strecken zu Fuß, sodaß wir garnicht jede Haltestelle nutzen. Die Entfernung ist überhaupt nicht schlimm, man kann diese Wege gut zu Fuß schaffen.
Ich habe leider nicht so viele Fotos von den Häusern gemacht, da meine Kamera das mit dem grossen Objektiv garnicht geschafft hat, ich war einfach zu nah dran. Aber Savannah hat in dem historischen Viertel wunderschöne Häuser im Südstaatenstil. Es ist eine wahre Freude, diese Häuser anzusehen!











Dies ist der Colonial Park Cemetery. Hier gibt es viele Kriegsveteranengräber. Wir gehen kurz über die Wege, aber der Friedhof wirkt etwas düster.


Die letzte Station, an der wir uns länger aufhalten, ist die River Street, sie liegt direkt am Savannah River. Das ist eine kleine Bummelstrasse direkt am Wasser mit Geschäften und Restaurants. Auch hier gefällt es uns ausnehmend gut. Die Brücke in der Ferne ist ja eigentlich nichts Besonderes, aber heute ist mein Fahrtag, und die Brücke führt uns nach Charleston! Später wird Bine am Abend auf meine Bitte hin die Fahrt zum Motel übernehmen. Vielen Dank nochmal dafür!!!
Hier warten wir später an der Haltestelle auf den Trolley Bus, der uns zum Visitor Center zurück bringt, und lauschen derweil einem jungen Mann, der gegenüber steht und wunderbare Lieder singt. Seine Stimme ist total toll, voller Gefühl, und wir hören ergriffen zu. Dann geben wir ihm ein paar Dollar für seine Darbietung, über die er sich sichtlich freut!



Ein Hotel auf der anderen Seite des Savannah River, das wir uns niemals leisten könnten!


In diesem Peanut Shop haben wir uns recht lange aufgehalten. Zum einen, weil er soooooviel verschiedene Peanuts zum Verkauf angeboten hat, zum anderen, weil die Mittagszeit schon vorbei war, und wir Hunger hatten! Denn hier kann man fast alle Erdnuss-Sorten probieren! Das haben wir weidlich ausgenutzt! Und die meisten haben extrem gut geschmeckt! Nur weil wir erst am Anfang unserer Reise sind habe ich mich mit dem kaufen zurück gehalten. Ich hätte mindestens 10 verschiedene Sorten kaufen können. Ich habe letztendlich nur zwei Dosen mitgenommen. Ich muss ja an mein Übergepäck denken!!!!
Oooh, war das lecker dort!

Zwischendurch gehen wir noch zur Post um Briefmarken zu Kaufen. Liegt halt grad auf dem Weg. Bine kauft optimistisch 20! Briefmarken. Bei mir sind's nur 6!
Am Abend sind wir zurück am Visitor Center, nutzen dort die Restrooms und holen uns noch einen Coffee. Danach fahren wir wieder auf die Interstate 95, aber nicht ganz so weit. Kurz hinter Charleston in West Columbia mieten wir uns im Best Western ein.
Bevor wir schlafen gehen, müssen wir natürlich noch für unser Abendbrot sorgen. Das wird jetzt allerdings zum Highlight des Tages! Wir fahren so die Strasse lang, um einen Supermarkt zu findern. Aber nix da! Das , was wir angefahren haben, war ein grosser Möbelladen, mit ein bischen Krimskrams, aber nichts Vernünftiges zu essen. Was machen wir jetzt? Da sehen wir in der Ferne dieses Longhorn. Scheint ein Steak Restauraunt zu sein. Bine meint gleich, lass uns da hin gehen! Ich als kleiner Geizhals meine noch: ist wohl ein bischen teuer, oder? Wir diskutieren ein wenig, aber unsere hungrigen Mägen haben grad die Oberhand! Kurzfristig hab ich Angst, dass wir nicht fein genug angezogen sind, aber kein Problem: wir gehen rein, lassen uns einen Tisch zuweisen und erleben einen kulinarischen Höhepunkt an diesem Abend! Das Ambiente ist toll, sehr Cowboymässig, aber sehr relaxt. Ich bestelle einen Ceasars Salad und ein Half Baby Back. Das Essen kommt schnell, der Salat ist der Hammer. Ich glaub, ich hab noch nirgends einen so guten Ceasars Salad gegessen! Das Half Baby Back ist sooo zart, und sooo lecker!!! Schon beim scharfen Hinsehen fällt es vom Knochen! Ich bin absolut begeistert! Und der Preis ist absolut günstig dafür. Danach nur noch ins BW, Buchhaltung machen und schlafen gehen! Vorher natürlich noch ein bischen das WLAN ausnutzen, auf der Karte die Strecke für morgen raussuchen und den schönen Tag Revue passieren lassen!




Freitag, 12. Februar 2016

St. Augustine

17.11.2015, Dienstag

Wir haben gestern unsere Handy-Wecker gestellt, auf eine im Normalfall unchristliche Zeit. Aber wir haben hier viel vor, und das geht nur als Frühaufsteher, um 6:00! Um 7:00 verlassen wir unser schönes Motel, um gleich nebenan unser heiß ersehntes amerikanisches Frühstück einzunehmen: etwas dünnen Kaffee und einen Egg Mc Muffin!
Während des Frühstücks besprechen wir noch kurz unseren Weg für heute, das Meiste haben wir aber gestern im Motelzimmer über der Floridakarte festgelegt. Unser Weg führt uns heute, teilweise auf der A1A und streckenweise auf der I 95, gen Norden nach St. Augustine. Der Jeep fährt sich sehr komfortabel, wir sitzen erhöht, haben dementsprechend einen guten Überblick über den Verkehr und die unbekannte Gegend. St. Augustine , The Nation's Oldest City, wurde gegründet im Jahr 1565. Steht so auf dem Parkschein! Bevor wir den Parkplatz erreichen, halten wir noch schnell direkt an der Hauptstrasse ( darf man hier parken? Naja, ein Parkverbotsschild können wir jedenfalls nicht entdecken!) , um uns das Lighthouse am kleinen Hafen anzusehen.
 Der Himmel ist bedeckt, aber es ist sehr schwül! Wir gehen durch kleine Privatstrassen, bis wir das Lighthouse erreichen. Auch hier gibt es einen Parkplatz, wussten wir nicht, aber diese kleinen Spaziergänge lockern die ganze Fahrerei doch erheblich auf.
 Mehrere von diesen wirklich urigen Bäumen, die auf ihre Art wunderschön sind, stehen vor dem Hauptgebäude, dahinter steht der Leuchtturm.
Man kann ihn besichtigen, da wir unser Hauptaugenmerk heute aber auf St. Augustine gelegt haben, verzichten wir darauf. Wer weiß, ob ich mich oben überhaupt raus getraut hätte! Ach ja, da hat sie mich wieder, die alt bekannte... ich- könnt- drauf -verzichten-Angst!Sch... Höhe.
                                                                                                                                    Wir sehen uns alles in Ruhe an, fotografieren viel und
                         gehen dann rüber zum Pier.
                         Da wir von Anfang an schon ganz gespannt waren ,
                         wie früh und wie viel Weihnachtsdeko wir sehen
                         werden, freuen wir uns über das mit vielen Lichter-
                         ketten geschmückte Restaurant am Pier. Das lässt
                         auf viel Weihnachtsdeko auch schon in den
                         kommenden Tagen hoffen. Ich hab kein Bild davon,
                         aber dazu komme ich später.





Wir verbringen einige Zeit hier am Wasser, es gibt soviel zu gucken und es ist schön hier. Diese Wasserstrasse nennt sich St. Augustine Inlet, gegenüber sieht man Conch Island, dahinter liegt der Atlantische Ozean.

 Wir fahren dann in Richtung des historischen Zentrums, über die Bridge of Lions, und suchen einen Parkplatz. Während wir dabei einige unbekanntere Strassen kennen lernen dürfen, führt uns unsere Spürnase zum Parkplatz am Castle. Vergleichsweise günstig, und man gelangt genau gegenüber in die kleinen Gassen von St. Augustine! Perfekt!




Dieser historische kleine Stadtkern ist wirklich hübsch und sehenswert. Um gleich alles geniessen zu können, legen wir erstmal einen Coffeestop ein. Ausserdem muss ich meine Kamera checken: irgendwas stimmt da nicht!


Der Kaffee ist heiss, dadurch hab ich Zeit genug, die Kamera zu prüfen. Mit dem kleinen Objektiv macht sie keine Fotos mehr. Warum? Ich tausche die Objektive, und alle Funktionen arbeiten einwandfrei. Also sehe ich mir das kleine Objektiv an, es wackelt etwas in sich und da fällt mir ein, dass 1 Tag vor Abflug meine Kameratasche vom Bügelbrett gefallen ist. Zu Haus ging noch alles, jetzt nix mehr. Bine bietet mir sofort ihre Ersatzkamera an, ausserdem hat sie etliche Speicherkarten und Akkus dabei, eine sehr nette Geste! Ich will's mir überlegen und lasse erstmal das grosse Objektiv drauf. Damit bin ich natürlich etwas eingeschränkt, nah gelegene Motive gehen garnicht mehr, dafür nutze ich jetzt das Handy.


 Wir gehen durch alle Gassen und sind begeistert von diesem wunderhübschen Städtchen. Es gibt viele Restaurants, Bars und Geschäfte.

Dies ist The oldest wooden Schoolhouse in the USA.


Ein kleiner Bereich vom Flaggler College. Meine Kamera schafft dieses grosse Kollege nicht, ich war zu nah dran. Der Rest ist in meinem Kopf, oder ich guck mir Bines Fotos an!



 Ich will auch noch unbedingt auf die Bridge of Lions. Man hat hier einen schönen Blick über das Wasser, auf die Mantanzas Bay. Halb drauf gelaufen, müssen wir erstmal warten, da die Brücke grad hochgefahren wurde, um mehrere Boote und Segelschiffe durch zu lassen.

An der Hauptstrasse stehen viele hübsche Häuser, die weihnachtlich geschmückt sind. 
Bridge of Lions





















 Das Castillo de San Marcos sehen wir uns nur von aussen an, gehen einmal drumherum, geniessen die Sonne, die Wärme und machen Fotos.
Irgendwann machen wir uns wieder auf den Weg, fahren durch Jacksonville durch, hier herrscht sehr viel Verkehr, da heisst es aufpassen! Kurz vor der Staatsgrenze nach Georgia finden wir in Yulee ein Best Western für die Nacht. Insgeheim denke ich: naja, bissl teuer, oder? Da weiss ich tatsächlich noch nicht, was preistechnisch auf dieser Reise noch auf uns zu kommen wird!
 Wir haben recht früh am Nachmittag in diesem schönen Motel eingecheckt, aber es ist noch soviel Zeit bis zum Abend. Was tun? Amelia Island liegt ca. 20 Fahrminuten entfernt. Gesagt, getan, wir fahren eine schöne baumbesäumte Strasse direkt bis zum Parkplatz vor dem Strand. Schon von hier können wir einen schönen grossen Strand erkennen. Es ist so gut wie nichts los hier, das mag an der Tageszeit, aber auch am Saisonende liegen. Wir gehen ein wenig spazieren, blicken auf die Wellen und geniessen. Wir sind ganz bezaubert von diesem
wunderschönen Strand.

Langsam wird es dunkler, die Sonne geht gleich unter und bringt den Horizont zum glühen. Wieder wechselt dadurch die Stimmung, und wir sind total ergriffen und begeistert, heute noch so etwas Schönes zu erleben! Wir machen Fotos, wissen aber genau, dass die Kameras dies Glühen nie so einfangen wird, wie wir es hier sehen!




Dieser erste Urlaubstag hat uns soviel Schönes erleben lassen, dass wir es eigentlich nicht glauben können. Haben wir das verdient?
Jaaa, und zwar sowas von!!!
Im Dunkeln verlassen wir diesen schönen Ort, tanken noch schnell den Wagen voll, dann sind wir morgen früh unabhängig und können gleich nach dem Frühstück auf die Interstate.
Beim BW ist übrigens das Frühstück im Preis inbegriffen! Ich bin gespannt, was uns da morgen früh geboten wird.
Im Motelzimmer mache ich noch schnell die "Buchhaltung", guck mir die Fotos von heute an und bin eigentlich schon reif fürs Bett.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Es geht los!

16.11.2015

Die Warterei hat endlich ein Ende! Wir fliegen heute von Frankfurt nach Orlando und fiebern aufgeregt unseren 3 Wochen in den USA entgegen. Den Flug empfinde ich als angenehm, aber bei mir ist es ja so: wenn ich aufgrund von Verspannungen im Nackenbereich keine Kopfschmerzen bekomme, sind die Flüge immer spannend und schön!


 Wir haben ganz hinten im Flieger eine 2-er Sitzreihe am Fenster, so sind wir den ganzen Flug unabhängig, was das aufstehen angeht!


Da eine junge Flugbegleiterin mich beim abräumen mit altbackschem Wasser übergossen hat, sind Bine und ich sogar noch in den Genuss von Business Class Weihnachtsgebäck gekommen!








Nach den üblichen Einwanderungsgeschichten in Orlando flitzen wir zum Hertz Schalter, um den Schlüssel für unseren SUV abzuholen. Dort werden wir, müde wie wir sind, noch einmal kräftig verunsichert. Der Mitarbeiter versucht gekonnt und talentiert, uns eine zusätzliche, dringend in Florida benötigte Versicherung aufzuschwatzen! Kostenpunkt: 164$, empfehlenswert wäre aber dringenst die für 520$!!! Schock! Nachdem wir rund 5 Minuten diskutiert haben, erinnern wir uns zum Glück an den sehr guten Berater vom ADAC: wir sollen KEINE weitere Versicherung in den USA abschliessen! Gesagt, getan!
Raus aus dem Flughafengebäude, rein ins Parkhaus. Auf den 10 Metern dazwischen atmen wir süchtig schon mal die typische warme Floridaluft ein! Aaahhh!
Mit diesem Auto fahren wir vom Flughafen los, und verfahren uns gleich beim verlassen des Geländes. Wie jedesmal! Aber wir haben auch nicht rechtzeitig unseren TomTom angestellt. Selbstgemachte Leiden! Das holen wir auf einem dunklen Parkplatz nach, ausserdem muss ich in Ruhe ergründen, warum ich bis hierher so hochtourig gefahren bin! TomTom hat unsere Position schnell gefunden, in der Zeit habe ich ergründet, wie sich der SUV schnell in den nächsten Gang schalten lässt.
In der Schwärze der Nacht fahren wir auf dem Highway 4 bis zum Motel 6 in Daytona Beach. Ich war froh, den Wagen abzustellen, und mich auf mein Bett in diesem schönen Motel zu schmeissen!



Mittwoch, 23. Dezember 2015

Orlando

15.11.2015
Morgen beginnt mein Urlaub mit Bine, wir fliegen nach Orlando und begeben uns von dort in die Südstaaten. Folgende Staaten werden wir durchfahren und besuchen: South-/North Carolina, Georgia, Alabama, Mississippi and Louisiana. Wenn wir es schaffen, auch noch Tennessee. Auf der Rücktour bleiben wir noch eine Woche in Florida, Disney und Weihnachtsstimmung auftanken!

  Vorraussichtlich werden wir vom Airport noch am Abend nach Daytona fahren, dort suchen wir ein Motel, und nach einem hoffentlich leckeren amerikanischen Frühstück geht's Richtung St. Augustin.Wir werden drei Wochen in den USA verbringen, gepostet wird die Reise erst nach Rückkehr!