Montag, 29. Juni 2020

Mackinac Island

15.06.2019, Samstag

Bei Regen bauen wir heute morgen alles ab, aber die Stimmung ist trotzdem gut! Das Wetter soll besser werden, hoffentlich, denn gleich fahren wir mit einer Fähre rüber auf die Insel Mackinac Island. Die Insel liegt am östlichen Ende der Mackinacstrasse im Huronsee. Auf der Insel gibt es keine Autos, Fortbewegungsmittel sind Pferde, Pferdekutschen und das Fahrrad.



Die Fähre braucht nur ungefähr eine halbe Stunde, wir sehen schon, dass sich das Wetter bessert und freuen uns.




Schon von weitem sieht man das grosse Hotel, das Grand Hotel. Das berühmte Hotel wurde 1887 erbaut und liegt mit Blick auf die Mackinacstrasse auf einer kleinen Anhöhe.
Wir erreichen den kleinen Hafen auf der Insel und haben jetzt bis zum Nachmittag Freizeit, bis die Fähre zurück fährt. Ich halte mich an eine kleine Gruppe, die von unserer Reiseleitung angeführt wird. Wir wollen eine Wanderung zum Arch Rock machen. Zuerst führt der Weg weg vom Hafen durch den Ort. Hier gibt es natürlich ein Touristengeschäft nach dem anderen, Klamotten, Kunst, Restaurants und mehrere Fudge Geschäfte. Das heb ich mir für später auf.



Nachdem wir den Ortskern hinter uns gelassen haben, wird der Weg etwas steiler, aber noch gut zu gehen. Wir sehen jetzt viele historische, wunderschöne Häuser im viktorianischen Stil.






Die Sonne und der blaue Himmel lassen sich sehen und es wird warm. Da kommt man bei den steilen Wegen ins schwitzen.



 Im 18. Jahrhundert wurde auf dieser Insel von Hr. Astor der Pelzhandel gross aufgezogen. Es wurde eine Route aufgebaut und Posten errichtet. Hr. Astor war der erste Millionair auf der Insel.
Zum Glück gehen wir jetzt durch eine bewaldete Gegend, da ist es angenehmer. Und bald erreichen wir den Arch Rock. Den ich mir später auch noch von unten ansehe.



 Von diesem Punkt gehen alle zurück Richtung Ortskern. Ich möchte mich hier oben aber noch umsehen und gehe dann allein einen Wanderweg durch den Wald. Es ist schön kühl hier und ich habe immer mal wieder Sicht auf die steile Kante runter zum Wasser. Nach einiger Zeit erreiche ich einen wunderschönen Aussichtspunkt, den ich doch tatsächlich schon zuhause in einer Doku gesehen habe. Ich bin doch wirklich ein Glückskind! Es ist sooo schön hier!




Eigentlich mag ich hier garnicht weggehen, aber es gibt ja noch mehr zu sehen!








Ich mache mich also auf den Weg zurück, dabei gehe ich den Holzstegpfad an der Küste runter. Der Höhenunterschied ist gewaltig und rauf zu gehen ist mit Sicherheit super anstrengend. Mir kommen zwei sehr junge Frauen entgegen, wobei die eine recht erschöpft aussieht und ganz schön japst. Ich biete ihr meine kleine geschlossene Wasserflasche an, denn beide haben augenscheinlich nichts zu trinken dabei. Sie ist sehr dankbar für das Wasser.
Ich mache jetzt unten direkt am Wasser an einem idyllischen Plätzchen auch erstmal meine Mittagspause.
Danach geht mein Spaziergang weiter an der Wasserkante Richtung Ort, aber eher rechts daran vorbei Richtung Grand Hotel. Dabei komme ich auch am Fort Mackinac vorbei, an einem grossen Golfplatz und in den Nebenstrassen an den wunderschönen Häusern. Immer mal wieder fährt eine Kutsche an mir vorbei.













Endlich erreiche ich auch das schöne und imposante Grand Hotel. Leider bin ich etwas enttäuscht, denn man hat keinen freien Zugang dort. Nun gut, dann sehe ich mir eben die Gartenanlagen drumherum an.


 Vom Grand Hotel gehe ich jetzt runter ans Wasser und zurück in den Ortskern. Ich mache noch eine Coffee Pause und sehe mir in einem der Läden die Fudgeproduktion an. Man kann hier auch verkosten, leider, denn ohne Fudge gehe ich hier nicht raus!
Um 17:00 nehmen wir die Fähre zurück aufs Festland.

Heute Nacht campen wir auf dem Tee Pee Campground.









Dieser Tag auf Mackinac Island war wunderschön, diese Insel ist absolut sehenswert!
Und dann noch ein schöner Abschluss gemütlich am Lagerfeuer auf dem Campground. Was wollen wir mehr?














Sleeping Bear Dunes und Whitefish

14.06.2019, Freitag

                                                            Guten Morgen liebe Sonne!
Noch keiner beim Frühstück? Nur Bob werkelt in der Küche!
Heute fahren wir zu den Sleeping Bear Dunes. Die Landschaft in diesem National Lakeshore ist in der letzten Eiszeit entstanden. Die Dünen selbst sind ungefähr 2000 Jahre alt und verändern sich ständig durch den Wind.
Der Name beruht auf einer Sage der Anishinabe: Vor langer Zeit soll eine Bärin mit ihren zwei Jungtieren vor einem Waldbrand in den Michigansee geflüchtet sein. Alle drei Bären schwammen um ihr Leben, aber die beiden Jungen ertranken. Die Bärin erreichte das Ufer und legte sich auf eine Düne, um Ausschau nach ihren Jungen zu halten. Im Laufe der Zeit bedeckte der Wind die Bärin mit Sand. Der markanteste Punkt der Dünen sieht aus wie eine Ausschau haltende Bärin.
Durch die unerschütterliche Hoffnung der Bärin war der grosse Manitu so beeindruckt, dass er dort, wo die beiden Bären ertranken, zwei Inseln entstehen liess: North and South Manitou Island.






Wir machen mehrere Spaziergänge durch dieses Gebiet, leider bei nicht ganz so gutem Wetter. Bei der ersten Wanderung ist es nur bewölkt. Aber bei den grossen Dünen, die auch steil zum See abfallen, geht nix mehr ohne Regenjacke! Nicht mal meine Kamera mag ich bei dem Regen rausholen.
Wir fahren weiter zu dem kleinen Fischerort Leland. Dort wollen wir auch Mittag essen, und zwar Whitefish im Restaurant " The Cove". Während sich unsere Reiseleiterin um einen Tisch bemüht, schlendern wir durch den kleinen, hübschen Ort und gehen auch in die kleinen Geschäfte.
Der Regen hört irgendwie garnicht auf, also begeben wir uns mal lieber zum Lokal. Wir müssen dort noch etwas warten, The Cove ist gut besucht und unser Tisch noch nicht frei.
Aber das warten lohnt sich, es ist sehr gemütlich und urig eingerichtet. Wir fühlen uns sehr wohl und das Essen ist megalecker!


Nach dem Essen müssen wir nochmal ca. 2 1/2 Stunden fahren, dann erreichen wir unseren KOA Campground für diese Nacht. Bei Regen! In Petoskey.