Donnerstag, 6. September 2018

Castello di Amorosa

09.08.2018, Donnerstag

Diese Übernachtung beinhaltet mal wieder ein Frühstück, da braucht man nicht lange in der Gegend rumfahren auf der Suche nach Kaffee und Toast, Cornflakes, Obst, Joghurt und Waffeln!
Gestern abend kamen hier noch etliche Firefighters an, durch die vielen verschiedenen Brände hier in Kalifornien werden die wohl überall in der Nähe einquartiert. Aber schon vor unserem Frühstück haben sie sich wieder zur Arbeit aufgemacht. Diese armen Jungs schuften sich für alle Menschen hier ab, um die verheerenden Brände unter Kontrolle zu bringen. Wir sind voller Bewunderung für diesen Einsatz und sehr dankbar!
Vor unserer Weiterfahrt müssen wir nun erstmal unsere Vorräte anlegen: im Walmart kaufen wir 6 Gallonen Wasser ( 1 Gallone = 3,78 L), wir erwarten die nächsten Tage Temperaturen bis 36°! Da haben wir erstmal einen Vorrat. Ich finde auch meine heissgeliebten Cräcker von Town House, dazu noch Joghurt, Obst, Cranberrysaft und was Süsses. Das muss reichen und erstmal gegessen werden!
Bine hat im Napa Valley ein interessantes Weingut gefunden und wir geben die Daten ins TomTom ein, mal sehen, was uns erwartet! Die Fahrt durchs Weinanbaugebiet ist entspannt und die Gegend wunderschön, vorbei an soo vielen Weinbergen, Weinanbauflächen, Weingütern. Am liebsten würden wir alle anfahren und ansehen, aber dafür braucht man wohl einen eigenen Urlaub. Wahrscheinlich sieht man nicht mal in einer Woche annähernd alles. Wir haben uns daher zu einer Besichtigung entschlossen, und das ist das:
Wir nehmen ein Biglietto ohne Führung, da wir uns alles allein und in unserer Geschwindigkeit ansehen wollen. Die Eintrittskarte beinhaltet ein Premium Wine Tasting, da wir aber noch fahren müssen und wir aufgrund der herrschenden Hitze ohnehin nicht einen Schluck vertragen würden, verzichten wir darauf.

Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde vor 30 Jahren der Bau des Castello begonnen, ebenso der Weinanbau. Besitzer, oder einer der Besitzer, ist Dario Sattui mit italienischen Wurzeln. Der angebaute Wein wird nur hier am Ort verkauft oder privat an Käufer nach Hause verschickt. Es gibt keinen Verkauf an Restaurants oder andere Läden.




Wir beginnen den Rundgang aussen.



Kommen durch die Türme aber auch schnell nach innen, und mutet es an, als wär man im Verlies.



Ein Burgfräulein?




Richtung Garten


Dinner for Two?


Diesen grossen Veranstaltungssaal kann man für Events mieten.
Oder für die eigene Hochzeit, um Nachschub an Weinflaschen zu holen, braucht man nur ein paar Schritte weiter gehen!





In den Katakomben



Hier findet wohl das Wine Tasting statt.


Ist ja genügend vorhanden!


Die grossen Vorratsfässer zum Reifen der Weine, im Lagerraum.


Und die kleinen Fässer, nach Region geordnet.


Gut bestückte Weinbar.


Wine Tasting, schon vorbereitet für eine Gruppe. Der Käse und die Bewertungsblätter liegen schon bereit!



Mein Onkel Hans hat früher den Gewürztraminer selbst hergestellt, und den gabs dann umsonst für meine Eltern. Ich mochte den nicht so gerne.











Es gibt hinten am Castello sogar ein kleines Tiergehege. Die Frage ist, brauchen die die Eier hier? Der Ziegenkäse wird bestimmt zum Wine Tasting gereicht. Aber genau weiss ich das natürlich nicht.
Aber die Hühner haben hier teilweise eine irre Frisur😀😜 .


Was macht die Ziege im Trog?



Produktionsstätte im hinteren Bereich des Castello. Dort war abgesperrt, näher konnten wir nicht ran.


Die eigene Kapelle, klein und wunderschön.

Die Reihen der Reben haben mich fasziniert.


Eine wunderschöne Auffahrt. Man denkt, man ist in die Toskana versetzt.


Ich bin versucht, eine einzelne Traube zu probieren, aber ich hab mich nicht getraut!




Da hat Bine ein wirklich wunderschönes Exemplar eines Weingutes herausgesucht! Super Spürnase!
Eine so schöne Burg, innen wie auch aussen, und es hat mir grosse Freude gemacht, alles anzusehen! Ich kann die Besichtigung nur jedem empfehlen!
Wir machen inzwischen eine kleine Mittagspause im Schatten, füllen unsere Flaschen und auch uns wieder mit Wasser auf und sind dankbar für einen Schattenplatz, denn die Temperaturen sind ordentlich hoch!
Danach gehen wir noch ein Stück die Auffahrt runter, fahren vom Grundstück und machen noch einige Fotos von unten die Auffahrt herauf.
Wir sind beide begeistert von diesem Besuch!



In der Hitze des Nachmittags fahren wir gemütlich weiter durch die beschauliche Weingegend, irgendwann drückt die Blase und es ist auch wieder Zeit für eine kleine Pause. Wir halten in Geyserville, eine wirklich kleine Stadt, oder mehr ein kleiner Ort , einsam zwischen all den kleinen Weinhügeln und normalen Hügeln.


Obwohl so klein, hat der Ort doch alles, was man braucht: Restrooms, ein Deli und wir kriegen Kaffee. Allerdings aus Versehen mit Haselnussmilch. Wir haben uns beide vergriffen was die Kaffeemilchdöschen angeht. Es gibt sie in normal Half-and-Half, mit Vanille, mit Haselnussaroma und vielen anderen Aromen. Ich mag das eigentlich garnicht! Aber den Kaffee heute kann ich durchaus trinken. Ist halt etwas süss!
Die Hitze hier geht schon fast ins Unerträgliche, wir haben 36,6°. Also schön im Schatten bleiben!
Wir fahren weiter auf dem Freeway 128 Richtung Pazifikküste, Endziel ist Fort Bragg, aber wir wollen vorher in Mendocino halten und uns ein wenig umsehen. Irgendwann wird die Strasse immer kurviger, die Kurven immer enger, sodass wir die Geschwindigkeit reduzieren müssen. Aber es ist eine schöne Strecke, die hier durch den Wald führt.
Wir erreichen dann den Highway One an der Küste, fahren bis Mendocino und besichtigen diese hübsche kleine Stadt am Pazifik.











Vom Pacifik kommen schon wieder die Nebelschwaden, und schon merkt man den Temperaturunterschied. Es wird kühl, Zeit für eine Jacke!



Aber was für eine schöne, dramatische Küste!

Diese Nacht verbringen wir im Pine Beach Inn. Wir werden ausnehmend freundlich empfangen, unterhalten uns mit der Deskmanagerin, und bekommen dann ein Zimmer mit Balkon an der Ocean View Seite! Was haben wir doch für ein Glück!
Die Gebäude sind rustikal, die Zimmer auch, aber mir gefällt das sehr gut! Das Zimmer ist sehr gross, gemütlich und neben der Kaffeemaschiene stehen aussergewöhnlicherweise Porzellantassen! Von Arzberg! Es sind Teetassen!😍

Gesundheitlich habe ich heute einen kleinen Einbruch: den ganzen Tag hab ich mich etwas schlapp gefühlt, dazu kamen immer schlimmer werdende Halsschmerzen, und abends tut mir die ganze Haut weh, ich fröstel und schwitz abwechselnd. Liegts an der Klimaanlage, die ja ständig irgendwo läuft? Kann ich die nicht mehr ab? Keine Ahnung, mal abwarten, was wird. Ich freu mich jedenfalls auf die immer wieder super bequemen Betten hier in den Motels!




Mittwoch, 5. September 2018

SF-Vallejo

08.08.2018, Mittwoch

Ich habe wenig geschlafen heute Nacht, da es von der Strasse sehr laut war. Ich hab ständig die Busse gehört, Kavalierstarts von Autos mit Riesenauspuff und das Martinshorn der Feuerwehr und Krankenwagen. Ich freue mich auf den Kaffee im K-OZ!
Heute mittag holen wir unseren Mietwagen, bis dahin wollen wir noch ein wenig von der Stadt sehen. Damit wir nicht unsere Koffer mitschleppen müssen, fragen wir den Deskmanager, ob es dafür eine Unterstellmöglichkeit gibt. Aber noch besser: er trägt uns für einen späten Check-Out ein, für 14:00! Super!
Als erstes gehen wir zum Regierungsviertel, auf dem Weg dorthin überqueren wir einen Wochenmarkt mit frischen Produkten. Ganz viel Gemüse und leckeres Obst, Eier, Körner und vieles mehr.

Wir kommen zur City Hall und den umliegenden Regierungsgebäuden, der Library und, und, und.









Beim Post Office decken wir uns mit Briefmarken ein, damit die Karten nicht erst wieder am Abflugtag geschrieben werden. Leider gibt es hier einen Briefmarkenengpass, so dass alle Postkarten mit mindestens 3 Briefmarken beklebt werden, um auf die Summe zu kommen. Hat Vorteile, wenn einem die Worte fehlen, hat man nicht mehr soviel Platz zum schreiben.
Vom Regierungsviertel gehen wir nochmal zum Union Square, um einfach auf den warmen Steinstufen zu sitzen und das Treiben zu beobachten. Die Sonne scheint, es ist warm und ich hole mir einen Sonnenbrand, wie ich es abends feststellen werde. Rechts Victoria's Secret, hinter mir Saks, vor mir Macy's. Unterwäsche brauch ich zur Zeit nicht, Sak's ist mir zu teuer, also gehen wir mal zu Macy's rein. Betten, Kleidung, Kleidung, Haushaltswaren. Ok, fahren wir mal noch ein Stockwerk höher. Ganz oben ist es schön! Hier gibt es die Cheesecake Factory, mit leckerer Kuchenauswahl. Schade, dass ich noch satt vom Frühstück bin!

Es gibt eine Bar, zu früh für das erste Glas Wein, und es gibt die Restaurantterrasse. Von dort haben wir einen schönen Blick auf den gesamten Union Square!



Nach ausgiebigem Aufenthalt gehen wir langsam zum Hotel zurück, machen unsere Koffer zu, was merkwürdig schwer geht; am 3. Tag schon? In der Halle lassen wir ein Taxi rufen, damit wir in der Sonne nicht mit den schweren Koffern die steilen Strassen hoch gehen müssen. Wir haben einen sehr netten Taxifahrer, der uns erzählt, dass es zur Zeit ungewöhnlich heiss ist in San Francisco. Der Klimawandel! Warum hab ich gestern gefroren? Bei Dollar Rent lässt er uns direkt vor der Tür raus und wir reihen uns drinnen in die Warteschlange ein. Und dieses Wort hält, was es verspricht: wir warten in der Schlange, alle anderen vor und nach uns halt auch. Auf Nachfrage, warum das solange dauert, bekommt man die Antwort: man müsse sich hier auf 3 Stunden Wartezeit einrichten. Kein Wunder, es gibt nur EINEN offenen Schalter. Eine Familie wartet über eine halbe Stunde nach Abwicklung der schriftlichen Sachen auf den Mietwagen, nur weil der noch gewaschen wird!!!
Aber irgendwann ist es endlich soweit, und wir sitzen im Toyota Corolla, weiss, recht gross mit ordentlichem Kofferraum! Der Wagen scheint recht neu zu sein, Meilenstand: 3315.
Ich mache mich vertraut mit allem Nötigen und dann fahren wir vorsichtig ohne Navi über die Geary Street Richtung Divasadero Mansion, um nach unten an die Bay zu kommen und dort irgendwo zu parken. Auf dem Weg dahin muss ich schon die steilen Strassen von SF überwinden und mir ist etwas mulmig dabei!

Gegenüber einem kleinen See finden wir einen Parkplatz und machen uns auf den Weg zur Golden Gate. Wir wollen uns oben im Visitor Center noch den Bridge Stempel holen.
























Aber auch der Bereich hier unten gefällt uns ausnehmend gut und wir geniessen den Spaziergang.
Vom Fort Point müssen wir erst nochmal ein Stück zurück gehen, um über einen kleinen Umweg den steilen Weg nach oben zur Brücke zu gehen. Dabei wird es mit jedem Höhenmeter windiger, kälter und nebliger.



Nachdem wir oben am Visitor Center gefroren haben, ist es unten auf dem Weg zum Parkplatz wieder wärmer, liegt wohl geschützt hier.
Wir machen uns jetzt auf den Weg über die steilen Strassen von SF zu den Twin Peaks. Nach 2 extrem steilen Anhöhen übergebe ich das Steuer an Bine. Zum Glück, denn auch der Weg auf die Twin Peaks ist sehr kurvenreich und steil. Schon unten sehen wir nicht viel, weil die ganze Gegend im Nebel liegt. Keine Fotos, lohnt sich nicht, auch oben sieht man kaum die Hand vor Augen. Schade!
Es ist jetzt ohnehin Zeit, sich auf den Weg zum nächsten Motel zu machen, und das ist in Vallejo!



Auf dem Weg zur Bay Bridge

Auf der Bay Bridge. Unten fahren wir in Richtung Oakland, über uns fahren die Autos Richtung San Francisco. Ich hab immer gedacht, es gibt hier höchstens 2 Fahrspuren, nö, es sind 5 pro Richtung!



Eine Brückenkonstruktion gleich nach der Bay Bridge



Auf dem Freeway verändert sich allmählich die Umgebung, und alles ist trocken!


Wir fahren in den Sunset !

Unser schönes Motelzimmer in Vallejo!



 Und, es ist unheimlich warm hier! Morgen erwarten uns wohl 36°.