Sonntag, 5. August 2018

Eustis und Mount Dora

12.12.2017, Dienstag

Heute sind wir lange auf der 441 und einigen anderen Strassen nach Eustis gefahren. Das Städtchen wird im Floridaführer als schöner Ort mit alten gut erhaltenen Häusern geschildert. Der Weg ist weit, gegen 11:50 kommen wir am See an und parken vor dem Museum. Wir gehen einmal den Boardwalk am See entlang um machen uns dann auf ins Historic Downtown. Da hab ich jetzt wer weiss was erwartet, aber es gibt hier nur zwei Strassenblöcke mit historischen Häusern. Dafür sind die aber wirklich sehr hübsch, teilweise sind Läden drin oder Restaurants. Die haben wir schnell abgelaufen und bleiben danach noch etwas am See.





























 Es ist auf einmal wahnsinnig windig geworden, deswegen beschliessen wir, noch einen anderen Ort zu besuchen: Mount Dora, der auch im Buch erwähnt wird.

Das liegt nur ca. 10 min von hier entfernt, und schon beim durchfahren und suchen eines Parkplatzes bewundern wir diesen schönen Ort. Das Auto haben wir schnell auf einem Public Parking Platz abgestellt und wandeln dann durch die kleinen Strassen. Dieser Ort ist viel grösser, hier gibt es viele, wirklich hübsche historische Gebäude und alles ist liebevoll weihnachtlich geschmückt, und überall sind Lichterketten, die jetzt im Hellen natürlich noch nicht zur Geltung kommen.














Es ist schön, durch die Strassen zu gehen, an den hübsch geschmückten Geschäften vorbei, und wir entdecken immer wieder reizende Kleinigkeiten. Wir beschliessen jetzt schon, dass wir heute bis in die Dunkelheit hier bleiben, um dann auch noch die Stimmung mit den Lichterketten einzufangen.
Es gibt einen grossen Weihnachtsbaum, der ganze Park ist voller Lichterketten und auf einer Seite wurde eine ganz breite Anhöhe mit Schnee bedeckt, auf der die Kinder mit Schlitten runterrutschen konnten.













Bevor es richtig dunkel ist, stärken wir uns noch mit einer Tomatensuppe und dem obligatorischen Kaffee.
Und dann geniessen wir nur noch diesen verzauberten, durch die Lichterketten wunderschön erleuchteten Ort. Im Park wehen die mit Lichterketten geschmückten Äste im Wind, alle Schaufenster blinken und blitzen, viele Menschen gehen geruhsam durch die kleinen Strassen. Genauso lieben wir die Weihnachtszeit hier im USA-Ländle!














Wir sehen uns alles in Ruhe an, schlendern durch den Park, gehen dann zum grossen Weihnachtsbaum, kommen aber leider etwas zu spät dort an, denn wir bekommen nur noch zwei Weihnachtslieder abgestimmt mit den wechselnden Lichtern am Weihnachtsbaum mit. Trotzdem sehr schön. Gleich neben dem Weihnachtsbaum ging eine geschlossene Veranstaltung gerade zuende, und Bine wurde von einem amerikanischen Ehepaar angesprochen und in ein Gespräch verwickelt. Das ist mir auch nur in Erinnerung geblieben, weil die Beiden angeschickert waren, das Glas Wein in den Händen.

Nun haben wir wirklich alles gesehen und gehen zum Auto zurück. Bevor wir aber einsteigen, gucken wir im Dunkeln über die Parkplatzbegrenzungsmauer, weil da unten irgendwas leuchtet. Du meine Güte, da unten, anscheinend auf einem Privatgelände, scheint ganz viel Weihnachtsdeko aufgebaut! Auto wieder abgeschlossen und nichts wie hin!
Was wir dann zu sehen bekommen ist für uns Weihnachtsfanatiker ein krönender Abschluss für diesen schönen Tag!
Ein grosses Gelände einer Bootsfirma ist bis auf den letzten Zentimeter bestückt mit blinkender Weihnachtsdeko: angefangen mit einer schönen Krippe, dann gibt es einen Weihnachtszug, ein fahrendes Karussell, Sterne, Sternschnuppen, Bären, Santa Claus und viele Dinge mehr! Wunderschön! Wir gucken natürlich alles in Ruhe an!

















Vollgefüllt mit diesen schönen Dingen vom ganzen Tag fahren wir durch die Dunkelheit bis nach Kissimmee, wollten im Best Western einchecken, aber trotz Schild ist das Motel kein BW mehr. Sondern eine Nobelhütte, und nicht unsere Preisklasse. Na gut, dann nehmen wir eben ein Stück weiter das Howard Johnson. Wie sich herausstellt, haben wir hier im Zimmer kein WLan, der Deskmanager gibt als Grund Schäden vom Hurrican Irma an. 


Freitag, 3. August 2018

City of Canaveral

11.12.2017, Montag, 18°

Das Frühstücksbuffet heute morgen im BW hat wirklich alles gehalten, was die nette Deskmanagerin gestern Abend versprochen hatte. Warm, kalt, alles was das Herz begehrt. Es gibt ein Waffeleisen, das 4 kleine Runde Waffeln backt. Eine Fresh Joghurt Maschine, aus der man sich den Joghurt per Knopfdruck in einen Becher portioniert(wobei man sich natürlich fragen muss, wie Fresh der Joghurt wirklich ist.) Und eine Pancake Maschine, aus der die Pancakes auf Knopfdruck rausgemangelt werden. An der rechten Seite sieht man eine Rolle, über die die fertig gebackenen Cakes auf den bereit stehenden Tellern plumpsen. Hab es natürlich ausprobiert, die selbst gemachten sind besser, aber es hat mir geschmeckt.
Heute haben wir unsere Zeit gemütlich in Parks verbracht, sind aber auch viel gefahren. Die lange schmale Insel vom Port Canaveral oben bis Fort Pierce unten.
Im ersten Park, dem Loris Wilson Park, kam mir alles so bekannt vor, als wenn wir vor zwei Jahren schon mal hier waren. Aber ich muss mich geirrt haben. Wir gehen einen Holzstegtrail entlang und danach noch an den Strand.






Der nächste Park ist der Manatee Sanctuary Park. Beim parken fällt uns als erstes gegenüber die Tankstelle für Elektroautos auf. Die erste, die ich hier sehe.
Wir finden hier absolut keine Manatees, es gibt zwar 2 kleine Seen, aber die sind irgendwie nicht manateefreundlich, weil zu klein. Wir gehen gemütlich spazieren, sehen Fischreiher und ganz weit in der Ferne das Disneyschiff.





Von der Uhrzeit her muss mal wieder eine Pause eingeschoben werden. Wir halten bei DD für Coffee und einem Muffin.
Nach einem längeren Fahrtweg halten wir am Gleason Park und gucken uns den an.  Von einem Steg, der ein kleines Stück auf den See ragt, sehen wir mehrere Schildkröten, die um die Pfeiler herum schwimmen, und beobachten sie ein wenig.




Wir machen einen kleinen Spaziergang auf einem Rundweg, gleich zu Beginn des Weges warnt ein Schild vor: Bären, Bobcats, Panther, Schlangen, Alligatoren und was weiss ich. Irritiert mich ein wenig, hier sind etliche Besucher, auch Mütter mit Kindern und alles ist übersichtlich. Hier soll mir ein Panther begegnen? Naja, ich konnte noch soviel ins Gebüsch spähen, es hat mich kein Bär erschreckt! Aber ein Reindeer haben wir gesehen, das war aber zahm!




Als letztes an diesem Tag erreichen wir nach einer elend langen Fahrt den Fort Pierce State Park. kostet 6 $ Eintritt. Da es jetzt schon spät am Abend ist, gehen wir den kurzen Weg zum Strand und halten uns ein wenig dort auf. Die Sonne sinkt langsam gen Horizont, und wir versuchen mal wieder, die Stimmung auf die Speicherkarte zu bannen. Mit Muscheln, ohne Muscheln, mal mit mehr Meer, mal mit mehr Sand.










Auf dem Rückweg entschliessen wir uns kurzfristig, noch eben einen Nature Trail langzulaufen. aber schon nach ungefähr 800 m haben wir uns gedacht: man, sind wir denn ganz hohl im Kopf? Es ist einsam hier, kein anderer zu sehen, ausser ein paar Geiervögel, die uns tatsächlich beobachten und uns wohl schon zum fressen gern haben. Ja, so ist das, ist die Dämmerung schon weiter fortgeschritten, kommt man auf dumme Gedanken. Wir kehren um, da es uns zu mulmig war. Wir müssen ja nun auch nicht jeden Grashalm und jeden Sandweg in Florida kennenlernen!









Auf dem Rückweg haben wir noch schnell getankt, das Abendbrot gibt es in Form eines Sandwich von DD und dann erreichen wir auch schon das Howard Johnson in Vero Beach/Fort Pierce, unser Motel für diese Nacht.