3.12.2017, Sonntag, 1. Advent, 15°-20°
Heute morgen machen wir uns auf den Weg zur Boone Hall Plantation. Eine Baumwollplantage aus dem 18. Jahrhundert, auf der natürlich keine Baumwolle mehr angepflanzt wird, sondern für Besucher zu besichtigen ist. Diese Plantage diente schon oft als Filmkulisse, unter anderem für Fackeln im Sturm. Nachdem ich zwei respekteinflössende Brücken überqueren musste, sind wir endlich angekommen und wir hatten zur Zeit gutes Fotografierwetter, Sonne und bisschen blauer Himmel. Wir biegen in die Einfahrt, halten am Anfang, um die bereits gezückten Dollars zu übergeben, aber der Herr nimmt sie nicht. Erst beim zweiten mal verstehe ich seine Erklärung: heute gibt es keine öffentliche Führung und keine Ansicht des Anwesens. Heute findet hier ein Event nur für geladene Gäste statt. Bis die Enttäuschung mein Hirn erreicht hat, dauert es etwas. Uns sind schon die wahnsinnig vielen Autos aufgefallen, die uns auf der Strasse zurück entgegen kamen. Ich hab noch gescherzt, dass wir dort allein alles für uns haben. Ja, Pustekuchen! Wir mussten leider unverrichteter Dinge zurück und haben uns im nahe gelegenen State Park einen Ersatzplan geschmiedet.
Wir werden jetzt weiter in den Norden nach Myrtle Beach fahren, dort die Strände und das Vergnügungspier ansehen, und morgen nach dem Frühstück zur Boone Hall fahren!
Bevor wir den State Park verlassen, gucken wir uns den eben genannten noch etwas näher an.
Einige Meilen vor unserem Tagesziel biegen wir ab in den Huntigton Beach State Park. Ein grosser Naturpark, der direkt an das Meer angrenzt und in dem man wandern, Fahrrad fahren und natürlich den Strand geniessen kann. Voll ist es hier nicht, es ist eben Nebensaison.
Wir haben noch einen kleinen Abstecher nach Litchfield gemacht, ein hübscher kleiner Strandort, wo wirklich schöne Strandhäuser vor den Dünen stehen. Einen kurzen Besuch noch am Garden Beach, und da es jetzt schon dämmerte, haben wir uns erstmal ein Motel gesichert. Das King Fisher Inn in Garden City mit direkter Strandlage und einem malerischen Pier neben dem Gebäude. Bevor wir zur Vergnügungsmeile fahren, wollen wir noch einmal auf den Pier. Wir machen natürlich etliche Fotos, aber dann wird es wirklich zu dunkel. Am Ende des Piers finden sich mehrere Menschen ein, und unten am Strand stehen viele Leute, vier davon haben super Kameras auf Stativen dabei. Wir können uns das nicht erklären, warten die auf Wale, auf Delphine, die hier jeden Abend erscheinen? Wohl eher nicht. Wir wissen es nicht und gehen. Bevor wir das Ende des Stegs erreichen, sehe ich am Horizont etwas schimmern über dem Meer. Und bleibe stehen, und halte Bine auf. Unbelievable !!! Alle warten hier auf den Mondaufgang! Der Mond schimmert halb und noch kaum sichtbar am Horizont und steigt langsam immer höher. Und er nimmt dabei eine kräftige orangene Farbe an, die dann darunter auf den Wellen schimmert. Ich habe noch nie etwas so schönes gesehen. Ich bin sprachlos und geniesse einfach nur den Anblick. Wir versuchen in der Dunkelheit, Fotos zu machen, kommen aber natürlich schnell an Grenzen. Nur schwer können wir uns von diesem Anblick losreissen.
Jetzt fahren wir aber wirklich nach Myrtle Beach rein und parken kurz vor dem Boardwalk. Hier ist eigentlich nicht viel los, Nebensaison. Aber es ist sehr schön, die ganze Weihnachtsbeleuchtung zu geniessen. Das hohe, beleuchtete Riesenrad sieht toll aus, danach gehen wir noch ein Stück den Boardwalk entlang.
Zuletzt noch ein Riesen Angussteak mit Salat und Fries, der Bauch unnormal gefüllt, und wir fallen nur noch in die Koje in unserem schönen Zimmer.
Montag, 4. Dezember 2017
Sonntag, 3. Dezember 2017
Atlanta und Bine
2.12.2017, Samstag, 15°-21°
Heute morgen habe ich mich nach dem Frühstück auf den Weg nach Atlanta gemacht, um Bine dort vom Flughafen abzuholen. Ich bin früh losgefahren und der Hwy war nicht voll, sodass ich gut durchgekommen bin. Allerdings habe ich so an die 4 Pausen gemacht, da ich letzte Nacht kaum geschlafen habe. Irgendein Gast auf meinen Flur meinte, die ganze Nacht alle halbe Stunde aus wund wieder rein in sein Zimmer zu gehen. Und dabei knallte die Tür immer ganz laut. Deswegen musste ich mir einen Kaffee mehr holen. Eigentlich wollte ich in Macon meine ausgedehnte Mittagspause machen. Aber das habe ich dann sein gelassen. Wie gut. Vor Atlanta habe ich den falschen Weg genommen, und erst mit Fragen ging es dann doch! Und dieser Flughafen ist ja wohl so riesig, da war ich ehrlich gesagt froh, dass ich sehr pünktlich da war, das richtige Terminal gefunden habe und auch einen Platz für mein Auto!
Bine ist dann eigentlich recht schnell draussen gewesen, so schnell könnte ich mein Willkommensschild garnicht hoch halten!
Wir sind dann einfach los gefahren und wollten auf dem Weg ein Motel suchen. Entschieden haben wir uns für das BW in Grovetown, kurz vor Augusta.
Auf meiner Traumliste zum abhaken kann ich jetzt auch noch einen weiteren Haken machen, denn auf dem Weg nach Atlanta habe ich zu beiden Seiten des HWY mehrere Baumwollfelder gesehen, die Baumwolle war noch nicht gepflückt. Die Felder sahen aus wie eine grosse weisse Wolke!
Heute morgen habe ich mich nach dem Frühstück auf den Weg nach Atlanta gemacht, um Bine dort vom Flughafen abzuholen. Ich bin früh losgefahren und der Hwy war nicht voll, sodass ich gut durchgekommen bin. Allerdings habe ich so an die 4 Pausen gemacht, da ich letzte Nacht kaum geschlafen habe. Irgendein Gast auf meinen Flur meinte, die ganze Nacht alle halbe Stunde aus wund wieder rein in sein Zimmer zu gehen. Und dabei knallte die Tür immer ganz laut. Deswegen musste ich mir einen Kaffee mehr holen. Eigentlich wollte ich in Macon meine ausgedehnte Mittagspause machen. Aber das habe ich dann sein gelassen. Wie gut. Vor Atlanta habe ich den falschen Weg genommen, und erst mit Fragen ging es dann doch! Und dieser Flughafen ist ja wohl so riesig, da war ich ehrlich gesagt froh, dass ich sehr pünktlich da war, das richtige Terminal gefunden habe und auch einen Platz für mein Auto!
Bine ist dann eigentlich recht schnell draussen gewesen, so schnell könnte ich mein Willkommensschild garnicht hoch halten!
Wir sind dann einfach los gefahren und wollten auf dem Weg ein Motel suchen. Entschieden haben wir uns für das BW in Grovetown, kurz vor Augusta.
Auf meiner Traumliste zum abhaken kann ich jetzt auch noch einen weiteren Haken machen, denn auf dem Weg nach Atlanta habe ich zu beiden Seiten des HWY mehrere Baumwollfelder gesehen, die Baumwolle war noch nicht gepflückt. Die Felder sahen aus wie eine grosse weisse Wolke!
Samstag, 2. Dezember 2017
Brunswick, Georgia
1.12.2017, Freitag, 26°
Nach einer guten Nacht und einem guten Frühstück will ich mich bald auf den Weg weiter nach Norden machen, nach Brunswick, auf deutsch: Braunschweig. Ich möchte lieber morgens fahren, nachmittags ist es heisser und ich müder. Wenn alles klappt, habe ich den Nachmittag, um mir Brunswick anzusehen.
Aber erst muss ich noch zum Daytona Pier. Daneben ist auch das Vergnügungsareal, was natürlich nicht auf hat! Ich finde direkt neben dem Pier einen Parkplatz, den man erst ab 9:00 zahlen muss. Passt doch!
Daytona kennt man ja mit den vielen Autos auf dem Strand, kann nicht hier sein, oder es ist zu früh.
Dann fahre ich wieder ein Stück zurück, denn ich habe vorhin aus den Augenwinkeln eine Shoppingmall, eine kleine gesehen. Die will ich mir auch ansehen, die sah nämlich süss aus!
Die Geschäfte haben noch geschlossen, aber ich wollte sowieso nicht shoppen, sondern nur gucken! Ich bin einmal bis nach hinten durchgegangen bis zur Seeseite. Hier ist ein grosser Platz, links eine Bühne, da werden abends wohl Veranstaltungen laufen.
Nach diesem Fotostop fahre ich endlich auf die I95 Richtung Norden, wechsel irgendwann den Bundesstaat und auf die I 295, und bin an vielen bekannten Hinweisschildern vorbei gekommen: St. Augustin, Amelia Island, Yulee und Woodbine.
Um 13:00 h erreiche ich das Super 8 in Brunswick, kann auch schon einchecken und bringe all meine Sachen aufs Zimmer. Danach fahre ich nach Brunswick ins Historic Oldtown . Hier erlaufe ich den District, der durchaus übersichtlich ist. In der Main Street stehen sehr alte Häuser aus den 1887er Jahren, als diese Stadt von einem Hannoveraner gegründet wurde. Aber es gibt viele leer stehende Gebäude. In den Nebenstrassen sieht man schöne und manchmal auch ordentlich verwitterte private Häuser. Irma hat ja auch in dieser Gegend Schäden angerichtet. Keine Ahnung, ob das der Grund ist.
Am Ende liegt der Hanover Square, da hab ich eine Essenspause gemacht.
Das ist ein sehr schöner Park mit einem Monument, der den Stadtgründer zeigt.
Nachdem ich einen weiteren Park, den ich mir ansehen wollte, nicht gefunden habe, bin ich zurück gefahren. Ich wollte nicht riskieren, nochmal über diese wirklich sehr hohe Brücke fahren zu müssen. Auf dem Hinweg ging es ja noch, aber je müder ich bin, umso schlechter schaffe ich das.
So, heute geh ich pünktlich ins Bett, damit ich morgen ausgeruht bin. Denn Bine hat heute morgen geschrieben, dass sie für morgen einen Flug bekommen könnte. Es geht ihr wieder besser und sie würde wirklich gerne nachkommen. Orlando wäre zu viel Fahrerei für mich, weiter nördlich wäre besser. Jetzt fliegt sie morgen nach Atlanta, kommt gegen 15:00 an und ich muss dann nur noch direkt an dem riesigen Flughafen das richtige Terminal finden. Ich freu mich, jetzt hat es doch noch mit unserem gemeinsamen Urlaub geklappt!
Nach einer guten Nacht und einem guten Frühstück will ich mich bald auf den Weg weiter nach Norden machen, nach Brunswick, auf deutsch: Braunschweig. Ich möchte lieber morgens fahren, nachmittags ist es heisser und ich müder. Wenn alles klappt, habe ich den Nachmittag, um mir Brunswick anzusehen.
Aber erst muss ich noch zum Daytona Pier. Daneben ist auch das Vergnügungsareal, was natürlich nicht auf hat! Ich finde direkt neben dem Pier einen Parkplatz, den man erst ab 9:00 zahlen muss. Passt doch!
Daytona kennt man ja mit den vielen Autos auf dem Strand, kann nicht hier sein, oder es ist zu früh.
Dann fahre ich wieder ein Stück zurück, denn ich habe vorhin aus den Augenwinkeln eine Shoppingmall, eine kleine gesehen. Die will ich mir auch ansehen, die sah nämlich süss aus!
Die Geschäfte haben noch geschlossen, aber ich wollte sowieso nicht shoppen, sondern nur gucken! Ich bin einmal bis nach hinten durchgegangen bis zur Seeseite. Hier ist ein grosser Platz, links eine Bühne, da werden abends wohl Veranstaltungen laufen.
Nach diesem Fotostop fahre ich endlich auf die I95 Richtung Norden, wechsel irgendwann den Bundesstaat und auf die I 295, und bin an vielen bekannten Hinweisschildern vorbei gekommen: St. Augustin, Amelia Island, Yulee und Woodbine.
Um 13:00 h erreiche ich das Super 8 in Brunswick, kann auch schon einchecken und bringe all meine Sachen aufs Zimmer. Danach fahre ich nach Brunswick ins Historic Oldtown . Hier erlaufe ich den District, der durchaus übersichtlich ist. In der Main Street stehen sehr alte Häuser aus den 1887er Jahren, als diese Stadt von einem Hannoveraner gegründet wurde. Aber es gibt viele leer stehende Gebäude. In den Nebenstrassen sieht man schöne und manchmal auch ordentlich verwitterte private Häuser. Irma hat ja auch in dieser Gegend Schäden angerichtet. Keine Ahnung, ob das der Grund ist.
Am Ende liegt der Hanover Square, da hab ich eine Essenspause gemacht.
Das ist ein sehr schöner Park mit einem Monument, der den Stadtgründer zeigt.
Nachdem ich einen weiteren Park, den ich mir ansehen wollte, nicht gefunden habe, bin ich zurück gefahren. Ich wollte nicht riskieren, nochmal über diese wirklich sehr hohe Brücke fahren zu müssen. Auf dem Hinweg ging es ja noch, aber je müder ich bin, umso schlechter schaffe ich das.
So, heute geh ich pünktlich ins Bett, damit ich morgen ausgeruht bin. Denn Bine hat heute morgen geschrieben, dass sie für morgen einen Flug bekommen könnte. Es geht ihr wieder besser und sie würde wirklich gerne nachkommen. Orlando wäre zu viel Fahrerei für mich, weiter nördlich wäre besser. Jetzt fliegt sie morgen nach Atlanta, kommt gegen 15:00 an und ich muss dann nur noch direkt an dem riesigen Flughafen das richtige Terminal finden. Ich freu mich, jetzt hat es doch noch mit unserem gemeinsamen Urlaub geklappt!
Freitag, 1. Dezember 2017
A1A und Daytona Beach
30.11.2017, Donnerstag, 28°-29°
Heute morgen war ich erstmal traurig, denn Bine hatte sich nachts gemeldet, dass sie starke Bauchschmerzen und schlimmes Erbrechen hat. Sie kann den Flug nicht antreten. Ich war erstmal geschockt, denn Bine hatte sich so auf den Urlaub gefreut. Jetzt erstmal Gute Besserung von hier!
Ich habe nach dem Frühstück dann lange überlegt, wie es für mich weiter geht. Einen festen Plan hatte ich nur bis heute gemacht, danach wollten wir ja weiter in den Norden. Irgendwann entschied ich mich für die Weiterreise nach oben, für heute soll das Etappenziel Daytona Beach sein. Noch im Hotelzimmer Buche ich für die nächste Nacht, direkt am Strand.
Vorher wollte ich aber noch ein bisschen die A1A fahren. Ich hatte mir noch den Lighthouse Point rausgesucht, dafür musste ich ein Stück zurück fahren. Die A1A ist der Ocean Drive, die direkte Strasse neben dem Meer. Das sieht man aber nicht, da davor exklusive Häuser und Villen stehen. Und gegenüber im Kanal liegen die dazu gehörigen exklusiven Yachten. Es ist schön, diese Strasse entlang zu fahren, man darf auch nur 30 mi/h fahren, da kann man schon mal einen Blick auf die tollen Häuser werfen.
Nachdem ich die kleine Drawbridge in Pompano überquert habe, fahre ich gleich dahinter auf den Parkplatz des Lighthouse Point. Hier gibt es auch ein kleines Lighthouse Museum, dort finden wohl auch Führungen statt, aber grad jetzt nicht. Ist ja auch noch früh.
Ich habe versucht, zum Lighthouse hinzulaufen, geht aber leider nicht. Von dieser Seite gibt es keinen Zugang, über die Brücke überlaufen hat mir auch nichts genützt, denn dort ist das private Gelände von irgendwelchen Marine Club Members. Schade! Dann fahr ich halt weiter, diesmal Richtung Norden. Die ganze Zeit gibt es keinen öffentlichen Zugang zum Strand, da alles private Zone, oder Hotelzone ist. Aber irgendwann taucht rechts der South Inlet Park auf, und dort parke ich schnell und gehe an den Strand.
Ohne einen kleinen Strandspaziergang komme ich hier nicht weg!
Beim weiterfahren biege ich dann einfach mal rechts in eine kleine Strasse ab und gelange direkt auf die Strandstrasse. Es gibt hier sogar Parkplätze! Also ab an den Strand!
Hier sitzen einige wenige Menschen in Strandstühlen in der Sonne und alle paar Meter steht auch ein Schild, dass das hier ein Privatstrand ist. Von den teuren Hotels, die oben an der Strasse stehen. Aber der Zugang war oben öffentlich und ich will mich hier ja nicht auf ewig niederlassen! Ich gehe direkt am Wasser lang, so dass meine Hose nach kurzer Zeit nass geworden ist. Ach, was soll's. Wir haben jetzt schon wieder 28°, und es ist noch nicht 11:00!
Kurze Zeit später, ich bin wieder auf der A1A, lese ich auf der linken Seite den Hinweis zu einemNature Center. Da will ich hin. Schnell einen U-Turn machen und dann biege ich ein zum Gumbo Limbo Nature Center.
In diesem Nature Center gibt es einen Holzpfad, auf dem man durch den tropischen Hardwood Hammock streifen kann. Der Holzsteg ist neu, man kann den alten abgetrennt von dem jetzigen sehen, der ist ziemlich mitgenommen von Irma.
Irgendwo in der Mitte gibt es einen Teil, da stehen die Bäume in leicht stinkendem Morast. Da hab ich an den Baumstämmen diese kleinen schwarzen Krebse gesehen. Die krabbelten alle den Stamm hoch.
Ausserdem sollen hier viele Exemplare der Golden Silk Spider leben. Ich hasse Spinnen, aber dann hab ich die doch wirklich an jeder Ecke gesehen. Gruselig. Die erste hab ich mit der Kamera aufgenommen. Dann waren da aber noch so viele, da hab ich es mir dem Tablet auch versucht. Ist ein bisschen klein, da die Spinne so weit weg. Zum Glück!
Heute morgen war ich erstmal traurig, denn Bine hatte sich nachts gemeldet, dass sie starke Bauchschmerzen und schlimmes Erbrechen hat. Sie kann den Flug nicht antreten. Ich war erstmal geschockt, denn Bine hatte sich so auf den Urlaub gefreut. Jetzt erstmal Gute Besserung von hier!
Ich habe nach dem Frühstück dann lange überlegt, wie es für mich weiter geht. Einen festen Plan hatte ich nur bis heute gemacht, danach wollten wir ja weiter in den Norden. Irgendwann entschied ich mich für die Weiterreise nach oben, für heute soll das Etappenziel Daytona Beach sein. Noch im Hotelzimmer Buche ich für die nächste Nacht, direkt am Strand.
Vorher wollte ich aber noch ein bisschen die A1A fahren. Ich hatte mir noch den Lighthouse Point rausgesucht, dafür musste ich ein Stück zurück fahren. Die A1A ist der Ocean Drive, die direkte Strasse neben dem Meer. Das sieht man aber nicht, da davor exklusive Häuser und Villen stehen. Und gegenüber im Kanal liegen die dazu gehörigen exklusiven Yachten. Es ist schön, diese Strasse entlang zu fahren, man darf auch nur 30 mi/h fahren, da kann man schon mal einen Blick auf die tollen Häuser werfen.
Nachdem ich die kleine Drawbridge in Pompano überquert habe, fahre ich gleich dahinter auf den Parkplatz des Lighthouse Point. Hier gibt es auch ein kleines Lighthouse Museum, dort finden wohl auch Führungen statt, aber grad jetzt nicht. Ist ja auch noch früh.
Ich habe versucht, zum Lighthouse hinzulaufen, geht aber leider nicht. Von dieser Seite gibt es keinen Zugang, über die Brücke überlaufen hat mir auch nichts genützt, denn dort ist das private Gelände von irgendwelchen Marine Club Members. Schade! Dann fahr ich halt weiter, diesmal Richtung Norden. Die ganze Zeit gibt es keinen öffentlichen Zugang zum Strand, da alles private Zone, oder Hotelzone ist. Aber irgendwann taucht rechts der South Inlet Park auf, und dort parke ich schnell und gehe an den Strand.
Ohne einen kleinen Strandspaziergang komme ich hier nicht weg!
Beim weiterfahren biege ich dann einfach mal rechts in eine kleine Strasse ab und gelange direkt auf die Strandstrasse. Es gibt hier sogar Parkplätze! Also ab an den Strand!
Hier sitzen einige wenige Menschen in Strandstühlen in der Sonne und alle paar Meter steht auch ein Schild, dass das hier ein Privatstrand ist. Von den teuren Hotels, die oben an der Strasse stehen. Aber der Zugang war oben öffentlich und ich will mich hier ja nicht auf ewig niederlassen! Ich gehe direkt am Wasser lang, so dass meine Hose nach kurzer Zeit nass geworden ist. Ach, was soll's. Wir haben jetzt schon wieder 28°, und es ist noch nicht 11:00!
Kurze Zeit später, ich bin wieder auf der A1A, lese ich auf der linken Seite den Hinweis zu einemNature Center. Da will ich hin. Schnell einen U-Turn machen und dann biege ich ein zum Gumbo Limbo Nature Center.
In diesem Nature Center gibt es einen Holzpfad, auf dem man durch den tropischen Hardwood Hammock streifen kann. Der Holzsteg ist neu, man kann den alten abgetrennt von dem jetzigen sehen, der ist ziemlich mitgenommen von Irma.
Irgendwo in der Mitte gibt es einen Teil, da stehen die Bäume in leicht stinkendem Morast. Da hab ich an den Baumstämmen diese kleinen schwarzen Krebse gesehen. Die krabbelten alle den Stamm hoch.
Ausserdem sollen hier viele Exemplare der Golden Silk Spider leben. Ich hasse Spinnen, aber dann hab ich die doch wirklich an jeder Ecke gesehen. Gruselig. Die erste hab ich mit der Kamera aufgenommen. Dann waren da aber noch so viele, da hab ich es mir dem Tablet auch versucht. Ist ein bisschen klein, da die Spinne so weit weg. Zum Glück!
Die Spinnen gehören einer Gattung tropischer und subtropischer Echter Webspinnen aus der Familie der Seidenspinnen an. Den Namen erhielten sie wegen ihrer feinen, aber sehr stabilen Fäden.
Dann gibt es unter dem Hauptgebäude noch das Gelände mit den verletzten Schildkröten, die hier wieder geheilt werden und nach einer gewissen Zeit wieder ausgewildert werden. Jedenfalls die meisten. Es gibt dort eine Green Turtle, deren linkes Auge ganz schlimm von einer Schiffsschraube verletzt wurde. Die Bilder waren ekelig. Aber diese Turtle bleibt dort im Zentrum, da sie durch die starke Verletzung draussen nicht überleben würde.
Es gibt auch noch eine Green Turtle Aufzuchtstation. Da liegen ganz viele kleine Mini Turtle jeweils allein in einem kleinen Körbchen im Wasser. Deswegen allein, da sie kein ausgeprägtes Sozialempfinden haben. So hab ich das jedenfalls verstanden.
Von hier aus bin ich noch den Trail durch den Schmetterlingsgarten gegangen. Aber fotografieren könnte ich keinen. Die sind so schnell und so flatterhaft!
Und der Baum stand im Bereich des Naturpfades.
Die Bürgersteige, die zu den einzelnen Bereichen führen, sind mit den dort vorhandenen Tieren bemalt, die ganze Strecke, bis man angekommen ist.
Der Gumbo Limbo Baum wächst hier sehr viel. Er wird auch Touristen Baum genannt wegen seiner rötlich, abblätternden Borke. Also, ich hab mich jetzt nicht angesprochen gefühlt!
Dieser Park hat mir ausnehmend gut gefallen. Deswegen bin ich auch solange geblieben. Jetzt muss ich schnurstracks auf die I95, denn ich hab noch eine ordentliche Wegstrecke vor mir. Aber die Interstate lässt sich gut fahren und ist nicht voll. Trotzdem komme ich schon im Dunkeln in Daytona an, aber ich hab ja TomTom. Ich fahre am Daytona International Speedway vorbei. Ausserdem ist es hier sehr voll auf den Strassen und überall blinken Lichter und Beleuchtungen. Hab das Gefühl, ich bin im Las Vegas von Florida. Dann hab ich mein BW am Strand erreicht und bin froh.
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