Dienstag, 5. Mai 2015

Cami des Correu + Port des Canonge

25.4.2015
Heute lassen wir uns um 7:00 vom Handy wecken, damit wir um 8:00 losfahren können, denn wir müssen einmal ganz nach unten nach Esporles fahren: ein Stück weiter in Sa Granja können wir parken und uns zur Wanderung aufmachen. Wie bisher jedesmal ist auch dieser Wanderweg hervorragend ausgeschildert: mit Holzschildern und fortführend mit hölzernen Richtungspflöcken oder angemalten Punkten auf Steinen.
Diese Wanderung heute gehört zum GR 221, der Fernwanderweg hier auf Mallorca. Der gesamte Fernwanderweg führt einmal vom Südwesten in Port d'Andratx bis Pollenca im Nordosten auf 150 km Länge durch den ganzen Gebirgszug der Serra de Tramuntana. Für uns heute nur ein kleines Stück des Weges!
"alter Postweg"
Früher war dies der Weg für die Postkutsche nach Banyalbufar, heute kommt uns kein Postbote entgegen. Und wir begegnen auch nur einer Handvoll anderer Wanderer. Dafür können wir uns auf diesem Weg, bis auf einige sehr steinige, geröllige Abschnitte, voll auf die Natur konzentrieren. Wir sehen Steineichen, viele blühende Blumen und einen Strauch, von dem ich erst denke, es ist der Erdbeerbaum:
Mastixstrauch
Marlies besitzt in ihrer Ferienwohnung ein Buch über alle mallorquinische Pflanzen und Bäume: und dort habe wir diesen Strauch gefunden. Das getrocknete Harz aus der Baumrinde des Mastixstrauchs wird für medizinische Produkte, für Kosmetika und für Lacke genutzt.
Erdbeerbaum

Früchte des Erdbeerbaum
 Von dem Erdbeerbaum hatte ich schon in Deutschland in meinem Wanderbuch gelesen und konnte mir nicht viel darunter vorstellen, war aber schon gespannt, ob wir den finden! Von den Früchten kann man Marmelade machen, in Portugal wird daraus ein klarer Schnaps hergestellt namens Medronho.
Manchmal begegnet man auch einem "Raubtier", aber wir konnten ihm geschickt aus dem Weg gehen!

Kurz vor Banyalbufar gehen wir auf einer gepflasterten Strasse steil bergab bis in den Ort hinein. Banyalbufar liegt am Meer und die sehr gepflegte Terrassenlandschaft geht bis auf die Araberzeit vor ca. 1000 Jahren zurück.


 Wir gehen an Zitronen-, Orangen-, Feigen-und Kumquatsbäumen vorbei.
 Überall wird Wein angebaut.
 Direkt am steilen Pflasterweg beginnt der Ort und wir gehen direkt an den Häusern vorbei, bis wir unten an der Kirche im Ortskern rauskommen.

Hauptstrasse durch Banyalbufar

Die enge Hauptstrasse führt durch den kleinen Ort durch und ist natürlich bevölkert von den Radfahrern!






Nach einer kleinen Stärkungspause machen wir uns wieder auf den Weg, wir wollen gleich im Anschluss den Cami de sa Volta des General zur Port des Canonge gehen, ein verträumter Minihafen.
Leider müssen wir ca. 200 m direkt auf der Strasse gehen, um den Anfang des Weges zu erreichen. Find ich sehr gefährlich, da die Serpentinenstrasse recht eng ist, die Radfahrer die Strasse in einem Wahnsinnstempo befahren und zusätzlich die Autofahrer Platz wegnehmen. Der Seitenstreifen hat grad mal Platz für eine schlanke Person!
Blick aufs Meer

Banyalbufar

Banyalbufar

Der Generalsweg






Der Wanderweg ist gut zu gehen, auch wenn es mal etwas bergauf geht. Links hat man meistens einen grandiosen Blick durch die Bäume aufs Meer.
glasklares Meer

 Hier führt der Weg am Puig de ses Planes entlang, mit überhängenden Felsen!
Punta de s'Aguila

Sehr hübsch sind die weißen Kalkfelsen der Punta de s'Aguila.
Kalkfelsen

Port des Canonge

Aussicht aufs Meer
 Der kleine Minihafen hat einen Kieselstrand, das Wasser ist sehr sauber, aber noch kalt. Ich zieh meine Wanderschuhe aus und kühle mir die Füsse. Ich hab im Rucksack zum Glück mein Rotel-Handtuch dabei!


Zurück in Banyalbufar trinken wir auf einer wunderschönen Terrasse mit Blick aufs Meer noch einen Cappuccino und fahren dann mit dem Bus zurück zum Parkplatz. Gegen 19:00 Uhr sind wir wieder bei Marlies und Dagmar und freuen uns auf das Glas Rotwein!

Sonntag, 3. Mai 2015

Cap Formentor

24.04.2015
Wir werden sehr pünktlich heute morgen von Juan abgeholt. Juan ist auf Mallorca geboren und weiß sehr viel geschichtsträchtiges über die Insel (ich glaub er weiß alles). Vor dem losfahren erklärt er uns schon mal, was der Name der Strasse bedeutet, in der wir wohnen. Dann fahren wir über Alcudia, wo er uns römische Ausgrabungsstätten näher bringt, Richtung Pollenca. In Pollenca steigen wir aus, und er erklärt uns die Umgebung.
Port de Pollenca

Puig Major hinter Pollenca

Pollenca ist ein hübscher kleiner Ort, zur Zeit noch nicht so voll, da noch keine Saison ist. Die vielen Rennradfahrer tummeln sich jetzt ja erstmal auf den Strassen und fallen wohl erst abends in den Ort ein.  In der Ferne sieht man den Puig Major, der höchste Berg der Insel, 1447 m. Nun geht es langsam die Serpentinenstrasse hoch, langsam deswegen, weil auch hier gefühlte tausend Radrennfahrer in Gruppen unterwegs sind, die vor uns fahren oder uns schon wieder entgegen kommen und nach Pollenca runter wollen.

Die Gegend ist wunderschön hier und man hat tolle Ausblicke, aber ich habe auf diesen Serpentinen doch stellenweise ein mulmiges Gefühl. Wir erreichen den Leuchtturm und hier wimmelt es nur so von Radfahrern.
Leuchtturm Cap Formentor

eine hungrige Ziege


Laut Juan ist diese zutrauliche Ziege schon letztes Jahr auf diesem Geländer dagestanden, da war er nämlich mit seiner Familie hier oben und hat sich über die Ziege amüsiert. Und konnte auch gleich Handyfotos von ihr präsentieren!
Auf dem Rückweg hält Juan noch an mehreren spektakulären Kurven und Ausblicken, damit Gaby und ich noch Fotos machen können:
Cala Figuera
 In die Cala Figuera führt auch ein Wanderweg hinunter. Von hier fahren wir zur Cala Pi de la Posada, eine hübsche kleine Bucht, wo das exclusive Hotel Formentor liegt.

Das Hotel liegt im grünen Kiefernwäldchen und ist mit Absperrschranke für die Reichen abgeschirmt. 1929 eröffnet, haben hier schon Charlie Chaplin und Winston Churchill genächtigt, Grace Kelly und Fürst Rainier haben einen Teil ihrer Flitterwochen hier verbracht und Helmut Schmidt hat hier bei seinem Aufenthalt vom Einmarsch der Russen in Afghanistan erfahren. Juan fährt mit uns in den allerheiligsten Bereich hinein bis zum Eingang, alles sehr schön, Fotos hab ich nicht gemacht.
Mirador es Colomer


glasklares Wasser

Der nächste Halt ist am Mirador es Colomer, ein Aussichtspunkt, von dem man Richtung Osten Menorca erblickt und Richtung Süden die Bucht von Alcudia sehen kann. Ein wirklich spektakulärer Rundblick! Meine Fotoschnappschüsse halten sich in Grenzen, da ich grad an akuter Höhenangstpanik leide.















Samstag, 2. Mai 2015

Strandspaziergang

23.04.2015
Ich habe kaum geschlafen in der Nacht. Der Hals schmerzt, die Nase ist zu und mich quält ein Reizhusten. Marlies meint, ich hätte mir die Keime im Flieger von der Klimaanlage eingefangen. Deswegen ist heute ausruhen angesagt. Wir sitzen und liegen auf der Terrasse in der Sonne. Mittags machen wir einen kleinen Spaziergang am Strand zu Sebastian, ein kleines, schönes Restaurant am Meer. Wir essen ein paar leckere Kleinigkeiten und trinken Wein, schauen aufs Meer und finden das Leben einfach nur herrlich.
Weg von Wohnung zum Strand

Richtung Hafen von Alcudia

Richtung Cap Ferrutx


Wir planen die nächsten Tage, dabei bedauern Gaby und ich auch die Sehenswürdigkeiten, die wir nicht zu Gesicht bekommen. Z.B. das Cap Formentor! Ich hab es schon vom Meer bei einer Schiffsfahrt gesehen, aber ich habe auch die Serpentinenstrasse dorthin gesehen. Und beschlossen, daß ich diese Strasse nie und nimmer mit dem Auto fahren könnte!!! Aber Marlies hat wie immer eine geniale Idee: sie ruft ihren Bekannten Juan an. Ein Taxifahrer, der uns vor Jahren auch schon mal vom Flughafen abgeholt hat. Er fährt uns morgen zum Cap Formentor, so daß wir diese fürchterliche Strasse nicht selbst fahren müssen!

Von Cala Agulla zur Cala Mesquida

22.04.2015
Heute morgen wache ich mit Halsschmerzen, Hüftschmerzen und Muskelschmerzen in den Beinen auf. Gaby geht's, bis auf die Halsschmerzen, genauso. Deswegen beschliessen wir, eine Bucht zu Buchtwanderung zu machen. Der Weg ist, teils als Rundweg, ausgeschrieben als aussichtsreiche Runde zwischen zwei Traumstränden.Hört sich entspannt an , und genau das brauchen wir heute. Der Weg bis zum Beginn der Wanderung ist mit dem Auto nicht so weit, der Parkplatz ist sogar überdacht, so daß unser Auto im Schatten steht. Auf dem Weg dorthin ist uns nun schon zum zweiten Mal der wunderschöne Mohn am Strassenrand aufgefallen, wahrscheinlich auch deswegen, weil wir gefühlte 30x Mal langsam hinter einer Gruppe Rennradfahrer fahren mussten, ehe wir die Gruppe überholen konnten. In der Vorsaison gehört die Insel den Rennradfahrern!!
Wir gehen über den Sandstrand der Agulla-Bucht, ein sehr schöner Strand, der mit Sicherheit im Sommer proppenvoll ist. Am Ende geht's am Kiefernwäldchen vorbei zum Karrenweg Cami des Coll de Marina.
Strand Cala Agulla

Kiefernwald begrenzt den Strand

Karrenweg


Der Weg ist super zu gehen und wir freuen uns über die Natur. Überall ist es grün, es blühen viele Blumen und die Vögel singen ganz prächtig. Erholung für die Seele.
Leider verpassen wir die Abzweigung für den Rundgang, da die 1 Meter hohe Pyramide nicht zu finden war. Auf dem Rückweg sollten wir noch erfahren, warum wir den Pyramidenwegweiser übersehen haben. Egal, gehen wir einfach geradeaus weiter. Und kommen somit direkt an der schönen Cala Mesquida raus.


Cala Mesquida

Nach unserer Pause in der Bucht halten wir uns jetzt links, um zum Piratenausguck auf dem Berg zu gelangen, und von dort den restlichen Rückweg anzutreten. Hier unten ist der Weg schwer zu finden, die Pfade sind von Dißgras überwuchert und flugs haben wir den Weg verloren, uns verirrt und stehen wahrscheinlich auf einem Schafpfad. Jedenfalls nicht mehr auf dem offiziellen Weg. Den Turm immer im Blick versuchen wir, den Weg wieder zu finden, das gelingt uns aber erst nach einer halben Stunde. Unsere Beine sind zerkratzt und wir aus der Puste, aber wir sind froh, endlich wieder kleine Steinpyramiden und blaue Punkte an herumliegenden Steinen als Wegweiser zu sehen. Nun geht es wieder bergauf, klar, sonst kommen wir nicht zum Turm auf dem Berg. Ich schnaufe, von wegen Erholungstour heute. Aber es kommt noch schlimmer:

"Weg" nach oben

Der Weg wird so steil, daß wir eigentlich nur noch auf allen vieren den Berg hochkraxeln. Ich muss mich an den Steinen und dem Dißgras festhalten, sonst komme ich hier nicht hoch. Höhenangst? Ich guck nicht mehr runter, die kam erst im Nachhinein. Wir brauchen ewig für das letzte Stück nach oben. Ausser Atem und heilfroh oben gesund angekommen zu sein, geniessen wir die Aussicht!

Talaia de Son Jaumell
Von dieser Turmruine hat man eine fantastischen Rundblick auf drei weitere Wachtürme, das Meer und die Bergrücken hinter uns. Nach einer Pause machen wir uns an den Abstieg, mir graut jetzt schon, denn der Aufstieg war blau gekennzeichnet(leicht), der Abstieg rot(mittelschwer). Aber ich bin schnell erleichtert, es geht zwar steil bergab, aber der Pfad ist mit erhöhter Vorsicht gut zu gehen. Nur mein linkes Knie macht wieder erhebliche Schwierigkeiten, also werfe ich eine Ibu ein. Hoffentlich hilfts!
Agullabucht von oben

Pfad nach unten

Es war schon den ganzen Tag bedeckt, aber zum Glück warm. Jetzt kommen mehr dunkle Wolken und es tröpfelt etwas. Wir kommen aber noch trocken zum Auto.
Am Abend, bevor wir essen gehen, hole ich mir aus der Apotheke Halstabletten, denn meine Halsschmerzen sind schlimmer geworden. Über Nacht kommt noch der Schnupfen dazu. Morgen machen wir eine Erholungspause!

Freitag, 1. Mai 2015

Die erste Wanderung

21.04.2015

Wir wollen heute klein anfangen, das heißt: wir beginnen mit einer kurzen, lt. Buch einfachen Tour und kombinieren je nach Kraft die zweite dazu. Die erste Tour ist in blau (einfach) angegeben, die zweite in rot (mittel). Die erste Freude ist schon mal da, als wir den Weg und den Parkplatz ohne Probleme finden. Ausserdem fahren wir durch eine sehr reizvolle Landschaft.
Blick auf die Bucht von Alcudia
Der Weg geht anfangs nur langsam bergauf, wird dann aber sehr schmal, geröllig und steil. In Serpentinen stapfen wir steil bergauf und ich schnaufe in kürzester Zeit wie eine alte Dampflok. Ich merke, dass ich absolut untrainiert bin und frage mich, wie ich das jetzt schaffen soll! Wir machen dann aber regelmässig Pausen, in denen unser Herzschlag und der Atem wieder zur Ruhe kommt. Belohnt werden wir durch immer wieder neue Ausblicke auf die schöne Natur.
Weiter oben gibt es auch immer wieder etwas breitere Wege, die man komfortabel gehen kann, aber auch die steigen mal steil an oder gehen steil runter ins nächste Tal.
Ermita de Betlem
Unser erstes Ziel ist in Sicht, eine Einsiedelei in der Serra de Llevant. Dort werden wir Essenspause machen und entscheiden, ob wir zum nächsten Ziel weiterwandern.
Richtung Cap Ferrutx
Ermita de Betlem
terrassenförmige Gartenanlagen
An der Ermita machen wir Pause und geniessen die Sonne. Man hat hier rundum einen wunderbaren Blick auf die schöne Landschaft.
Nach der Pause fühlen wir uns erholt und wir machen uns von hier auf zum nächsten Ziel: auf den steilsten Zahn Mallorcas, der Puig de Ferrutx, 522 m hoch. Der leicht aufwärts führende Pfad ist anfangs schwer zu finden, führt dann aber über Waldboden durch Kiefernbäume hindurch, sehr angenehm. Wir laufen nun über kleine Pfade in Senken hinunter und auf Bergsättel hinauf, immer wieder runter und hinauf. Trotz der schönen Gegend schmerzen meine Beine, meine Füsse tun mir etwas weh und nach einem kleinen Stolperer auf gerölligem und steinigen Pfad habe ich beim abwärtsgehen stechende Schmerzen im linken Knie.
Aber diese schönen Ausblicke lassen uns immer wieder weiter voranschreiten.


Bucht von Alcudia
Ich gucke immer wieder auf meine Uhr, denn es wird immer später, wir sind immer noch nicht da, und wir müssen ja auch noch zurück! Wir gehen also weiter bergauf, bergab, bis wir auf dem letzten Bergsattel vor dem eigentlichen Ziel stehen. Wir müssten von hier aus nochmal in eine kleine Senke hinunter und dann nochmal ein ganzes Stück steil bergauf! Das schaffen wir nicht mehr, wir entschliessen uns hier, zurück zu gehen. Es liegen immerhin noch ca. 2,5 Stunden Rückweg vor uns!
Bergwiese

Steinpyramide am Wanderpfad

Wanderwege
Wir gehen den Weg zurück durch blühende Blumen, wir begegnen den Bergschafen, auch mal einem Pferd und hören viele Vögel singen. Traumhaft! Auf diesen beiden Wanderungen haben wir uns nicht verirrt, die Wege sind gut ausgeschildert oder am Pfadrand regelmässig mit kleinen Steinpyramiden gekennzeichnet. Als wir am Auto angekommen sind, sind wir beide sehr froh, daß wir sitzen. Und können uns im Moment nicht vorstellen, daß wir jemals wieder einen Schritt laufen können! Dabei müssen wir auf dem Weg nach Hause noch Wasser und Obst kaufen! Unser stackeliges Gehen durch den Supermarkt war wohl filmreif. Aber nur für eine Komödie!

Ankunft

20.04.2015

Wir sind sehr pünktlich in Palma gelandet, auch Koffer abholen ging schnell, so daß wir Hoffnung haben, noch im Hellen nach C'an Picafort zu gelangen. Der Ferienort liegt oben im Norden der Insel an der Bucht von Alcudia, dort wohnen Gaby und ich bei einer ehemaligen Arbeitskollegin, die dort mit ihrem Mann eine Wohnung hat.
Jetzt erledigen wir noch schnell alles bei der Vermietstation, gehen rüber ins Parkhaus und bekommen einen Hunday zugewiesen, 5-Türer und sieht noch recht neu aus. Und schon geht es los, bei Sonnenschein und blauem Himmel fahren wir vom Flughafen weg, und da der TomTom von uns noch nicht eingeschaltet wurde, verfahren wir uns prompt. In Palma fragen wir an einer Tankstelle nach dem Weg, aber in dem Moment meldet sich Lisa zu Wort, unsere TomTom-Stimme. Also geht's jetzt auf kürzester Route zu unserem Ziel. Erst in diesem Moment merken wir, daß das Auto SEHR neu sein muss, es hat erst 1291 km gefahren. Riecht auch ganz neu.
Während wir auf malerischen Nebenstrassen an noch grünen Wiesen und Olivenbaumhainen langsam in die Dämmerung fahren, fällt mein Blick auf die Tankanzeige, denn dort LEUCHTET etwas! Hilfe, das kann nicht sein, der Tank ist ratzeputz leer! Mir bricht der Schweiß aus, denn es ist keine Ortschaft in Sicht. Gaby holt mich auf den Boden der Tatsachen, damit kommt man knapp 100 km weit. Letztendlich haben wir ein sehr nettes spanisches Ehepaar getroffen, die uns auf spanisch und mit Handbewegungen die Richtung zur nächsten Tanke gezeigt haben. Nochmal Vielen Dank, liebes Ehepaar!
Der Tank ist nun voll, die Vermietstation wird bei Abreisetag etwas zu hören bekommen und es ist inzwischen dunkel auf der Insel. Aber mit Lisa haben wir den Weg sehr gut gefunden. Marlies und Dagmar haben uns dann schon mit einem schön gedeckten Tisch mit lauter leckeren spanischen Kleinigkeiten und einem Rotwein erwartet!